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Der Blog des Goldseelchen-Verlags
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Jenseitsvorstellungen im Film „Hui Buh – Das Schlossgespenst“

„Das Nirwana. Das Nichts. Ach, man weiß es nicht so genau.“


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

„Manche Leute sagen, es gibt Gespenster. Manche Leute sagen, es gibt keine Gespenster. Ich aber sage, Hui Buh ist ein Gespenst.“

so ist die Geschichte von Hui Buh, dem Schlossgespenst, zusammengefasst. Sowohl die Hörer der Hörspielreihe als auch die Zuschauer des Kinofilms von 2006 werden von diesem Einleitungssatz in die Gespensterwelt entführt. Egal, ob es Gespenster gibt oder nicht: In der Logik des Trickfilms sind sie Teil einer umfangreichen Totenwelt. Und die ist bei weitem nicht so flach, wie der Film den eingefleischten Hörspiel-Fans erschien.

„Verflucht möge ich sein. Der Blitz möge mich treffen, wenn ich betrogen habe.“ Kaum spricht Ritter Balduin diese Sätze, sind sie auch schon seine letzten Worte. Er hat beim Kartenspiel betrogen: Der Mann, der zum überhaupt nicht gruseligen, sondern nur lästigen Plagegeist Hui Buh wird. Vor Schreck stürzt Erzfeind Adolar aus dem Fenster in die Tiefe. Fortan ist Hui Buh das „einzig behördlich zugelassene Gespenst auf Schloss Burgeck“. Er wohnt im Fledermausturm und greift für sein Treiben auf das Anleitungs-Buch „Spuken leicht gemacht für jedermann“ zurück.

 

Wer wird zum Gespenst?

Im Verlauf des Films wird deutlich, dass nicht der ausgesprochene Fluch einen Menschen zum Geisterdasein zwingt, sondern seine bösen Taten zu Lebzeiten. Auch Adolar, einst grausiger Burgherr, wird nach seinem Sturz zum Spuken gezwungen.

Nicht zum Geist werden Menschen, die zu Lebzeiten gut waren. Der kleine Tommy, der sich mit Hui Buh anfreundet, sucht seinen verstorbenen Vater vergeblich unter den Gespenstern. Die Guten kommen in den Himmel. Über diesen Bereich erfährt der Zuschauer so gut wie nichts.

 

Die Organisation der Jenseitigen

Es gibt einen Zugang zur Geisterstadt über eine kleine Hütte im Wald. Öffnet man die Türe, findet man sich in einem überdimensionierten Netz aus Korridoren, großen und kleinen Türen. Äußerlich erscheint das Jenseits ziemlich diesseitig. Jedoch treten Geister auf, die unterschiedlich durchscheinend sind, sich in Größe und Herkunft unterscheiden. Hinter den Türen verbergen sich weitere Dimensionen, aus denen markerschütternde Windstöße dringen können. Stellt die Geisterstadt ein abgestuftes Jenseits, einen Schnittpunkt vieler Welten dar?

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Uli in st.eckdose am 14.08.2012 um 20.00 Uhr

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Kommentare

Kommentar:

..werde öfter mal reinsehen, gfällt mir!

bärbel am 23.08.2012 um 16.10 Uhr.


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