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Käßmanns Verantwortung in besonderer Lage

Keine Debatte


Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist am Samstagabend alkoholisiert ans Steuer ihres Dienstwagens gestiegen, hat eine rote Ampel überfahren und wurde von der Polizei erwischt. Nach einem großen Aufschrei in den Medien und den Foren ihrer Gegner wurde sie vom Ratsausschuss am Dienstagabend per Telefonkonferenz „freigesprochen“, das heißt, die Amtsträger in den Leitungsgremien des kirchlichen Dachverbandes haben sich „einmütig“ hinter die Bischöfin gestellt.


Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ist am Samstagabend alkoholisiert ans Steuer ihres Dienstwagens gestiegen, hat eine rote Ampel überfahren und wurde von der Polizei erwischt. Nach einem großen Aufschrei in den Medien und den Foren ihrer Gegner wurde sie vom Ratsausschuss am Dienstagabend per Telefonkonferenz „freigesprochen“, das heißt, die Amtsträger in den Leitungsgremien des kirchlichen Dachverbandes haben sich „einmütig“ hinter die Bischöfin gestellt.

Menschen wie der ehemalige bayerische Innenminister und Ministerpräsident Günther Beckstein gehören diesem Ausschuss an. Dass dieser ein besonderes Verhältnis zu Verantwortung und Alkoholkonsum hat, hat er früher schon häufiger gezeigt.

Als ratsvorsitzender Bischof der EKD ist man so etwas wie Papst der evangelischen Kirche in Deutschland. Es handelt sich zwar „nur“ um ein repräsentatives Vorsitz-Amt, doch ist mindestens seit Käßmanns Vorgänger Wolfgang Huber die mediale Rolle unübersehbar. Gerade auf die wenigen (meist negativen) Resonanzen in den Medien über „die“ Kirche spechteln massenweise Kirchenkritiker. Käßmann ist das Gesicht der evangelischen Kirche wie auch der evangelischen Christen in Deutschland. Als Vertreter einer Organisation, die nicht ein Unternehmen wie etwa Siemens oder die Bayerische Landesbank ist, sondern Institution mit besonderem Fokus auf Werte, Moral und Ethik gäbe es an dieser Stelle für mich nur eine Konsequenz: Rücktritt vom EKD-Ratsvorsitz, der Moral wegen. Alles andere macht „uns“ Protestanten unglaubwürdig. Wir haben einen Ruf zu gewinnen.

Menschen wie der ehemalige bayerische Innenminister und Ministerpräsident Günther Beckstein gehören diesem Ausschuss an. Dass dieser ein besonderes Verhältnis zu Verantwortung und Alkoholkonsum hat, hat er früher schon häufiger gezeigt.

Als ratsvorsitzender Bischof der EKD ist man so etwas wie Papst der evangelischen Kirche in Deutschland. Es handelt sich zwar „nur“ um ein repräsentatives Vorsitz-Amt, doch ist mindestens seit Käßmanns Vorgänger Wolfgang Huber die mediale Rolle unübersehbar. Gerade auf die wenigen (meist negativen) Resonanzen in den Medien über „die“ Kirche spechteln massenweise Kirchenkritiker. Käßmann ist das Gesicht der evangelischen Kirche wie auch der evangelischen Christen in Deutschland. Als Vertreter einer Organisation, die nicht ein Unternehmen wie etwa Siemens oder die Bayerische Landesbank ist, sondern Institution mit besonderem Fokus auf Werte, Moral und Ethik gäbe es an dieser Stelle für mich nur eine Konsequenz: Rücktritt vom EKD-Ratsvorsitz, der Moral wegen. Alles andere macht „uns“ Protestanten unglaubwürdig. Wir haben einen Ruf zu gewinnen.

Uli in Gesellschaft am 24.02.2010 um 15.26 Uhr

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