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Der Blog des Goldseelchen-Verlags
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Was Karfreitag heute bedeuten kann

Die Torheit vom Kreuz


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

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Ergibt sein Leiden und Sterben einen Sinn ohne die Auferstehung? Die Auferstehung vom Tod befreit zu Mut, Angstlosigkeit und Nächstenliebe. Sie schafft die Gewissheit, dass das irdische Leben nicht alles ist. Dass nach dem Tod noch Leben ist.

Vom Blickwinkel der Auferstehung aus ist der Tod keine Niederlage – oder gar ein Versagen, von dem wir wörtlich sprechen, wenn etwa Organversagen zum Tod führt. Wenn der Tod eintritt, wie es in jedem menschlichen Leben mindestens abschließend der Fall ist, dann ist das stärkste Glaubensbild für mich, dass Jesus seine Anhängerinnen und Anhänger danach wieder traf. Dass der Tod nicht das letzte Wort hat.

Auch wenn Jesus selbst sich am Kreuz von Gott verlassen fühlte: Jesus hat den Weg in den Tod bewusst gewählt. Er flüchtete nicht vor der Verhaftung, er wehrte sich nicht bei der Festnahme und bekannte sich auch angesichts der Folter zur Wahrheit.

Und was heißt das jetzt für heute?

Wenn ich mir Jesus an diesem Punkt zum Vorbild nehme, heißt das nicht, dass ich suizidal oder leichtsinnig werden sollte. Ich sollte auch nicht gezielt herumlaufen und Krankheiten einfangen oder Krankheiten weitergeben.

Zu wissen, dass es weitergeht, dass nach dem Tod die Auferstehung kommt, dass Jesus vor dem Tod nicht davonlief – all das heißt für mich bezogen auf die Gegenwart: Ich selbst brauche keine Angst vor dem Tod zu haben, weil er nicht das Ende ist. In diesem Wissen brauche ich auch nicht andere medizinisch oder emotional am Sterben hindern und ihr Leiden verlängern, wenn die Zeit für sie gekommen ist. Ich brauche mich ebenso wenig mit scheinbar christlichen Argumenten gegen Freiheit, Gemeinschaft, Gewaltlosigkeit, Lebendigkeit einsetzen, um damit den Tod alter Menschen noch eine kleine Weile hinauszuzögern. Diese Menschen wären vielleicht – anders als jene, die über sie entscheiden – längst bereit, aus diesem Leben zu sterben.

Karfreitag bedeutet für mich heute: Es ist Frühling! Die kahlen Bäume werden allmählich wieder grün. Die Vögel in ihren Ästen singen uns mit fröhlichen Liedern von der Schönheit dieser Schöpfung.

Ich lebe. Ich lebe ohne Angst vor dem Tod, weil ich weiß, dass ich nach dem Tod ohne Angst lebe.

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Uli in st.eckdose am 02.04.2021 um 13.00 Uhr

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