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Welche Werte wir „christlich“ nennen

Wesentlich


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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Werte kommen von ganz alleine. Sie sind der Kern von all dem, was einer tut. In Streitfragen können schon mal Werte aufeinander stoßen. Ganz banal: Der eine möchte vielleicht Geld erhalten, dem Anderen geht es darum, sein Ansehen zu bewahren. Um solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, kann jemand seine Werte benennen. Er kann sie einordnen in eine Werte-Gruppe. Diese Werte-Gruppe teilt häufig ihren Namen mit einer Weltanschauung oder einer Glaubensrichtung. So spricht man gegenwärtig bei manchen Fragen von „christlichen Werten“. „Christliches“ Verhalten wird der einen zugesagt, „nicht besonders christlich“ handelt ein anderer. „Das ist ganz unchristlich“, wird geurteilt. Welche Werte sind damit gemeint?

Ein Gelehrter hat dies einmal gefragt. Welcher Wert-Maßstab sei denn nun wesentlich? Die Antwort, die ihm Jesus gab, ist ganz eindeutig:

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Mt 22,37-40)

So einfach und klar stellen sich Werte heute nicht immer dar. Jedem steht es frei, seine Welt-Ansicht so zu nennen, wie er mag. Das Wesentliche an „christlichen Werten“ – und den Werten, die auch schon die jüdische Bibel vermittelt – ist laut Jesus, dass alles Handeln aus drei Grundlagen hervorgeht:

  • die Annahme seiner selbst
  • die unmittelbare Liebe zu Gott
  • die unbedingte Liebe zum Nächsten

Diese Drei sind gleichwertige Grundlage für „christliches“ Tun in der Welt. Drei Punkte sind es, doch nur zwei Gebote. Niemand kann Gott lieben, wenn er sich selbst nicht als Gottes liebenswertes Geschöpf betrachtet. Man würde Gottes Arbeit missachten – und das wäre keine Liebe. Dass man den Nächsten lieben soll wie sich selbst, bedingt dasselbe. Nicht mehr und nicht weniger Wert ist ein Anderer. Beide, der Nächste und man selbst, sind Geschöpf Gottes.

Insofern wird aus dem „Doppelgebot der Liebe“, wie die Antwort Jesu auch genannt wird, ein brauchbarer Maßstab für das eigene Handeln. Habe ich den Anspruch, ich würde mit „christlichen Werten“ auftreten, dann sollte ich vorher mich prüfen: Ist es nicht Selbsterhöhung, wenn ich dem Nächsten erzähle, dass meine Taten ja christlich seien? Wird die Liebe zu Gott nicht verfehlt, wenn ich über Andere urteile – obwohl ich nicht wissen kann, warum Andere so sind, wie sie sind?

Werte kommen von ganz alleine. Sie sind der Kern von all dem, was einer tut. In Streitfragen können schon mal Werte aufeinander stoßen. Ganz banal: Der eine möchte vielleicht Geld erhalten, dem Anderen geht es darum, sein Ansehen zu bewahren. Um solchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen, kann jemand seine Werte benennen. Er kann sie einordnen in eine Werte-Gruppe. Diese Werte-Gruppe teilt häufig ihren Namen mit einer Weltanschauung oder einer Glaubensrichtung. So spricht man gegenwärtig bei manchen Fragen von „christlichen Werten“. „Christliches“ Verhalten wird der einen zugesagt, „nicht besonders christlich“ handelt ein anderer. „Das ist ganz unchristlich“, wird geurteilt. Welche Werte sind damit gemeint?

Ein Gelehrter hat dies einmal gefragt. Welcher Wert-Maßstab sei denn nun wesentlich? Die Antwort, die ihm Jesus gab, ist ganz eindeutig:

»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.« In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. (Mt 22,37-40)

So einfach und klar stellen sich Werte heute nicht immer dar. Jedem steht es frei, seine Welt-Ansicht so zu nennen, wie er mag. Das Wesentliche an „christlichen Werten“ – und den Werten, die auch schon die jüdische Bibel vermittelt – ist laut Jesus, dass alles Handeln aus drei Grundlagen hervorgeht:

  • die Annahme seiner selbst
  • die unmittelbare Liebe zu Gott
  • die unbedingte Liebe zum Nächsten

Diese Drei sind gleichwertige Grundlage für „christliches“ Tun in der Welt. Drei Punkte sind es, doch nur zwei Gebote. Niemand kann Gott lieben, wenn er sich selbst nicht als Gottes liebenswertes Geschöpf betrachtet. Man würde Gottes Arbeit missachten – und das wäre keine Liebe. Dass man den Nächsten lieben soll wie sich selbst, bedingt dasselbe. Nicht mehr und nicht weniger Wert ist ein Anderer. Beide, der Nächste und man selbst, sind Geschöpf Gottes.

Insofern wird aus dem „Doppelgebot der Liebe“, wie die Antwort Jesu auch genannt wird, ein brauchbarer Maßstab für das eigene Handeln. Habe ich den Anspruch, ich würde mit „christlichen Werten“ auftreten, dann sollte ich vorher mich prüfen: Ist es nicht Selbsterhöhung, wenn ich dem Nächsten erzähle, dass meine Taten ja christlich seien? Wird die Liebe zu Gott nicht verfehlt, wenn ich über Andere urteile – obwohl ich nicht wissen kann, warum Andere so sind, wie sie sind?

Uli in st.eckdose am 13.02.2011 um 18.44 Uhr

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