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Der Blog des Goldseelchen-Verlags
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Tod auf dem Nil im Landestheater Dinkelsbühl


Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Die Sommersaison im Dinkelsbühler Landestheater hat ja schon seit längerem begonnen. Und seit kurzem steht auch der Krimi „Tod auf dem Nil“ auf der Bühne. Dieses Stück hat alles, was ein Krimi so braucht: einen Detektiv, Mordopfer, und viele Verdächtige.

Ich war in diesem Stück und habe es extra für mich – pardon für euch angeschaut.

Nun kurz zum Inhalt:

Das Stück spielt auf einem Nil-Dampfer, der den Passagieren die erhoffte Erholung bescheren soll. So befindet sich unter den Reisegästen die Schriftstellerin Mrs. Otterbourne und ihr Sohn Timothy, der schweizer Arzt Dr. Bessner, ein Adeliger mit seiner Bediensteten Bowers, das Ehepaar Simon und Linnet Doyle, Linnets Anwalt, Simons Exfrau Jacky, der Engländer Colonel Race und natürlich der belgische Detektiv Hercule Poirot. Diese unterschiedlichen Charaktere begeben sich also auf eine Schiffsreise, wo keiner dem Anderen ausweichen kann; und so bleiben Konflikte nicht aus.

Eines Tages geschieht ein Mord an der reichen Linnet und so ziemlich jeder an Bord hat ein Motiv. Die Schriftstellerin hat einen Rechtstreit mit Linnet, dann die Exfrau von Simon ist eifersüchtig auf Linnet oder deren Anwalt, der sie um ihr Vermögen betrügt. Mordmotive sind genügend da, doch wer war der Mörder? Hier schaltet sich der Hercule Poirot ein, der den Fall mit Hilfe seines „Assistenten“ Colonel Race löst.

„Tod auf dem Nil“ ist eben ein typischer Krimi. Vorlage ist ein Roman von Agatha Christie, der hier auf die Bühne gebracht wurde.

Und dies gestaltet sich in etwa so:

Ein etwas langatmiger erster Teil, in dem der Zuschauer zunächst einmal die einzelnen Personen und ihre Verknüpfungen zu den anderen Charakteren kennen lernt. Dabei wird diese Einführung immer wieder durch die aufgedrehte Schriftstellerin und durch das „Schwyzerdütsch“ des schweizer Arztes aufgelockert.

Was dem erstem Teil ein bisschen an Spannung fehlt, wird im zweiten Teil mit dreifacher Ausführung wettgemacht. So passieren drei Morde. Und so haben Sherlock Holmes und Dr. Watson, alias Hercule Poirot und Colonel Race, alle Hände voll zu tun, die Vorkommnisse zu lösen.

Die Schauspieler machen ihre Sache allesamt gut – so fern ich als Laie das beurteilen kann. Auch das Bühnenbild ist sehr ansprechend. Und wenn man als Zuschauer unter den Scheinwerfern sitzt und deren Geräuschen lauscht, dann hören sich diese wie das leise Brummen eines Schiffmotors an. Man könnte fast meinen, man sitze mit den Protagonisten in einem Boot und schippere auf dem Nil.

HannaH in MAT: KunstKultur am 12.06.2008 um 08.18 Uhr

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