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Gedanken zu einem gekippten Kran in Mekka

Der Fall des Krans ein Zufall?


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Am 11. September 2015 kippt in Mekka ein Baukran auf die große Moschee. Über 100 Menschen sterben. Zu diesem Zeitpunkt sind es nicht einmal mehr zwei Wochen, bis die islamische Wallfahrtsaison eröffnet wird und Millionen Touristen in der Stadt erwartet werden.

Wenn ich vor einigen Jahren von diesem Ereignis gehört hätte: Für mich hätte es geklungen wie eine mögliche Antwort auf den Anschlag vom 11. September 2001 auf das World-Trade-Center in New York. Seinerzeit symbolisierten die Doppeltürme das Herz der amerikanischen Religion, des Kapitalismus. New York ist Sitz einer sehr großen Börse, der Welthandelsbank und auch der Welthandelsorganisation. In dieser Dichte erscheint die größte Stadt der Vereinigten Staaten als ein, nun ja, Mekka des Kapitalismus. Das WTC erschien darin als das, was die große Moschee für Saudi-Arabien ist.

Ein im Sturm umgestürzter Kran ist aber unmöglich die Reaktion auf gesteuerte Anschläge mit Flugzeugen. Der verheerende Rachefeldzug der US-Amerikaner richtete sich bekanntermaßen zeitnah gegen Afghanistan und den Irak. Die Folgen waren neuer Terror, hunderttausende Tote und Zig Millionen Flüchtlinge.

Rational ist der gekippte Kran als Bau-Unfall zu sehen. Mekka ist heilige Stätte des Islam. Nichtmuslime haben hier keinen Zutritt. Es ist also ausgeschlossen, dass hier Islamfeinde aktiv würden. Der baden-württembergische Hersteller Liebherr wird sicherlich eine Ursache finden. Am Ende der Untersuchungen wird etwas über falsche Handhabung oder Fahrlässigkeit zu hören sein. Der symbolische Gehalt des Unfalls aber ist deutlich gewichtiger.

Saudi-Arabien sieht sich als Schirmherr des weltweiten Islam. Die Organisation der Wallfahrt nach Mekka liegt in staatlicher Hand. Wirtschaftlich ist Mekka mehr als religiöser Pilgerort. Hotels werden hier in großem Stil hochgezogen. Die Versorgung Millionen Reisender bringt viel Geld.

Die Wallfahrt, Hadsch, ist eine der „Fünf Säulen des Islam“. Dazu zählen übrigens auch noch das islamische Glaubensbekenntnis, das Fasten im Fastenmonat, das tägliche Beten. Und, kaum beachtet: Almosen für Bedürftige. Mit den geschlossenen Grenzen und der Weigerung, syrische Flüchtlinge aufzunehmen, tritt Saudi-Arabien eine Religionsgrundlage mit den Füßen. Mindestens Geld zur Versorgung müsste fließen.

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Uli in Philosophie am 16.09.2015 um 13.50 Uhr

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