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Grün, grüner, Google? Nein, Microsoft... oder doch nicht? Teil 2

Öko-IT


Fotograf: Bosso
 (© Eckdose)

Nachdem im ersten Teil von „Forestle“ die Rede war, der „grünen Suchmaschine“ (Nachtrag: mittlerweile unterstützt durch die Such-Engine von „Yahoo“) mit dem Kunstwortgemisch aus „Forest“, „Google“ und vielleicht sogar „Nestle“ (was die Betreiber jedoch strikt verneinen), möchte ich hier den Faden ein wenig weiterspinnen.


Fotograf: Bosso
 (© Eckdose)

Nachdem im ersten Teil von „Forestle“ die Rede war, der „grünen Suchmaschine“ (Nachtrag: mittlerweile unterstützt durch die Such-Engine von „Yahoo“) mit dem Kunstwortgemisch aus „Forest“, „Google“ und vielleicht sogar „Nestle“ (was die Betreiber jedoch strikt verneinen), möchte ich hier den Faden ein wenig weiterspinnen.

Diesmal ist, neben „Ecosia“, die Rede vom auf „Forestle“ verlinkten und damit verwandten Projekt „Znout“. „Znout“ steht für „zero negative output“ (kein negativer Ausstoß, vgl. znout.org). Dieser Suchmaschine liegt nun wieder der Google-Algorithmus zugrunde. Das Ziel ist, so Znout, durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien den allgemeinen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Diese Zertifikate sind allerdings auch umstritten, da sich Energiekonzerne „Ökostrom-Zertifikate“, die sie bspw. durch bereits jahrzehntelange Wasserkraftwerke erlangt haben, auf ihren eingespeisten Strom „kleben“ und den dann (stellenweise evtl. sogar teurer) ins normale Netz einspeisen. Wie gesagt, eine recht umstrittene Handlungsweise, aber immerhin erreicht man durch einen höheren Bedarf an Ökostrom den Bau von ebensolchen Kraftwerken... vielleicht... wie gesagt, hier scheiden sich die Geister.

Möglicherweise noch erwähnenswert: hier steht, wie auch schon bei „Forestle“, der Betreiber Christian Kroll hinter der ganzen Sache.

Nun noch ein Blick auf „Ecosia“, welches die letzten Monate wohl einen Internethype durchlaufen hat, an vielen aber dennoch vorbeiging. Das momentan wohl aktuellste Projekt von Christian Kroll (ah, auch wieder da?). Was mich sofort verwundert hat: auf „Forestle“ oder „Znout“ ist kein einziger Hinweis auf dieses neue und angeblich bessere Projekt. Ich selbst stieß erst nach umständlichem Suchen auf „Ecosia“. Ebenso war es bisherigen „Forstle“-Usern bis dato unbekannt. Weshalb diese „Verheimlichung“? Dem bin ich bisher leider nicht auf die Schliche gekommen. Jedenfalls arbeitet „Ecosia“ nach demselben Prinzip: die Suchanfrage (ausgewertet durch die Kooperation „Bing“ (Microsoft) und „Yahoo“) spuckt zusätzlich Werbeeinblendungen aus. Von diesen Einnahmen gehen nun „mindestens 80%“ an den WWF. Na immerhin eine renommiertere und zumindest weniger als „TNC“ umstrittene Organisation. Hinzu kommt, dass „Ecosia“, über die Ermittlung des Durchnittsklickverhaltens, mit 1,92 m² vorgibt, wesentlich mehr Regenwald pro Suche zu retten als „Forestle“.

Laut offizieller Statistik bereits über 36 Mio. Quadratmeter gerettet wurden und der WWF über 22.000 Euro gespendet bekommen hat.

Drei Suchmaschinen von ein und derselben Person also, die oft den gleichen Zweck haben, unterschiedlich effizient bei der Rettung der Welt sind, aber weiterhin parallel laufen. Alles in allem ein klein wenig merkwürdig, häufig nicht transparent genug und im Endeffekt wird die Suchanfrage auch nur auf den großen Serverfarmen von Google, Microsoft und Yahoo abgewickelt...

Dennoch werde ich meine bisher knapp 200 m² geretteten Regenwald weiter ausbauen, denn immerhin scheint es, so fragwürdig es dennoch bleibt, einen gewissen Nutzen zu bringen, jedenfalls mehr als Google allein.

Hinzu kommt der Vorteil das die grünen Suchmaschinen erheblich weniger Datenhunger aufweisen und Suchangaben für maximal 48 Stunden speichern und somit kein anständiges Datenprofil aufbauen können. Es bleibt also jedem selbst überlassen sein Maß in dieser Hinsicht zu finden.

Weiterführend (ich hätte die Links alle verlinken können... war aber zu faul und bin es immer noch... also bitte copy&paste):

http://de.forestle.org/

http://de.znout.org/

http://www.ecosia.org

http://www.greencomputingportal.de/index.php/artikel/gruene-suchmaschinen-was-steckt-dahinter/

http://www.sueddeutsche.de/kultur/243/497547/text/

http://www.wwf.de/presse/details/news/suchmaschine_rettet_regenwald/

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Diesmal ist, neben „Ecosia“, die Rede vom auf „Forestle“ verlinkten und damit verwandten Projekt „Znout“. „Znout“ steht für „zero negative output“ (kein negativer Ausstoß, vgl. znout.org). Dieser Suchmaschine liegt nun wieder der Google-Algorithmus zugrunde. Das Ziel ist, so Znout, durch den Kauf von Zertifikaten für erneuerbare Energien den allgemeinen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Diese Zertifikate sind allerdings auch umstritten, da sich Energiekonzerne „Ökostrom-Zertifikate“, die sie bspw. durch bereits jahrzehntelange Wasserkraftwerke erlangt haben, auf ihren eingespeisten Strom „kleben“ und den dann (stellenweise evtl. sogar teurer) ins normale Netz einspeisen. Wie gesagt, eine recht umstrittene Handlungsweise, aber immerhin erreicht man durch einen höheren Bedarf an Ökostrom den Bau von ebensolchen Kraftwerken... vielleicht... wie gesagt, hier scheiden sich die Geister.

Möglicherweise noch erwähnenswert: hier steht, wie auch schon bei „Forestle“, der Betreiber Christian Kroll hinter der ganzen Sache.

Nun noch ein Blick auf „Ecosia“, welches die letzten Monate wohl einen Internethype durchlaufen hat, an vielen aber dennoch vorbeiging. Das momentan wohl aktuellste Projekt von Christian Kroll (ah, auch wieder da?). Was mich sofort verwundert hat: auf „Forestle“ oder „Znout“ ist kein einziger Hinweis auf dieses neue und angeblich bessere Projekt. Ich selbst stieß erst nach umständlichem Suchen auf „Ecosia“. Ebenso war es bisherigen „Forstle“-Usern bis dato unbekannt. Weshalb diese „Verheimlichung“? Dem bin ich bisher leider nicht auf die Schliche gekommen. Jedenfalls arbeitet „Ecosia“ nach demselben Prinzip: die Suchanfrage (ausgewertet durch die Kooperation „Bing“ (Microsoft) und „Yahoo“) spuckt zusätzlich Werbeeinblendungen aus. Von diesen Einnahmen gehen nun „mindestens 80%“ an den WWF. Na immerhin eine renommiertere und zumindest weniger als „TNC“ umstrittene Organisation. Hinzu kommt, dass „Ecosia“, über die Ermittlung des Durchnittsklickverhaltens, mit 1,92 m² vorgibt, wesentlich mehr Regenwald pro Suche zu retten als „Forestle“.

Laut offizieller Statistik bereits über 36 Mio. Quadratmeter gerettet wurden und der WWF über 22.000 Euro gespendet bekommen hat.

Drei Suchmaschinen von ein und derselben Person also, die oft den gleichen Zweck haben, unterschiedlich effizient bei der Rettung der Welt sind, aber weiterhin parallel laufen. Alles in allem ein klein wenig merkwürdig, häufig nicht transparent genug und im Endeffekt wird die Suchanfrage auch nur auf den großen Serverfarmen von Google, Microsoft und Yahoo abgewickelt...

Dennoch werde ich meine bisher knapp 200 m² geretteten Regenwald weiter ausbauen, denn immerhin scheint es, so fragwürdig es dennoch bleibt, einen gewissen Nutzen zu bringen, jedenfalls mehr als Google allein.

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12

Bosso in Medien am 03.03.2010 um 11.58 Uhr

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Kommentare

Kommentar:

In Zukunft werde ich versuchen meine Texte zu strukturieren und von längerer Hand zu planen und nicht einfach drauflosschreiben...

...

Nee, schaff ich wohl eh nich...

Bosso am 03.03.2010 um 20.01 Uhr.


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