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Grün, grüner, Google? Nein, Microsoft... oder doch nicht? Teil 1

Öko-IT


Fotograf: Bosso
 (© Eckdose)

Vor einigen Tagen bin ich von einigen Bekannten in eine Diskussion über Suchmaschinen geraten. Google? Klar, böse. Alles andere? Hat im Vergleich zur Leistungsfähigkeit Googles fast keine Chance. Die unterschiedlichsten Konkurrenzprodukte sind gestartet worden, verlieren sich allerdings in meist nur mittelmäßigen Suchergebnissen.


Fotograf: Bosso
 (© Eckdose)

Vor einigen Tagen bin ich von einigen Bekannten in eine Diskussion über Suchmaschinen geraten. Google? Klar, böse. Alles andere? Hat im Vergleich zur Leistungsfähigkeit Googles fast keine Chance. Die unterschiedlichsten Konkurrenzprodukte sind gestartet worden, verlieren sich allerdings in meist nur mittelmäßigen Suchergebnissen.

Doch diese Unterhaltung zielte in eine andere Richtung. Es fiel der Begriff „Forestle“. „Forestle“? Noch nie gehört. Jedoch wurde ich aufgeklärt und dieses Kunstwort offenbarte sich als „grüne Suchmaschine“, die angeblich pro Suche 0,1 m² Regenwald retten will.

Das kam mir allerdings ein wenig spanisch vor... ein Unternehmen, dass ganz selbstlos mit einer IT-Lösung die Welt verbessern will? Zuhause sofort hinter den Rechner geklemmt und... äh... ja... gegoogelt (dank neuem Duden weiß ich jetzt endlich, wie man dieses Verb konjugiert).

Jedenfalls fand ich diese Seite und begann sofort meine Recherchearbeit. Es zeigte sich mir eine google-ähnlich aufgeräumte Webseite mit dem Forestle-Logo, einer Suchzeile, einem Hinweiskasten wieviele Quadratmeter Regenwald man mit einer Suche retten kann und wieviel insgesamt bereits gerettet wurde, sowie Links zur Funktionsweise der Seite, FAQs usw.

Die Linkleiste am oberen Rand jedoch kam mir unheimlich bekannt vor:“Bilder Map Video“... oh... „Big G(oogle)“ hat wieder zugeschlagen. Nach kurzem Nachforschen fand ich heraus, dass die Seite zunächst in Kooperation mit Google entwickelt worden war. Unter Initiative von einem Herrn Christian Kroll. Google stieg als Partner jedoch nach einiger Zeit aus. Doch wie funktioniert Forestle?

Natürlich wird nicht mit jeder einfachen Suche Regenwald gerettet... wie sollte das auch gehen. Auch bei dieser Art von Suchmaschine stehen Werbeeinblendungen im Vordergrund, durch die das Unternehmen vom jeweilig Werbenden pro Klick Geld bekommt. Aus dem durchschnittlichen Verhalten der Internetuser, ergibt sich ein Durchschnittswert, der angeben kann, wie hoch die Einnahmen pro Suche sind. Von diesen Einnahmen, so geben die Betreiber an, gehen 90% an „The Nature Conservancy“, einem gemeinnützigen Naturschutzverein, der Rest geht für Verwaltungskosten drauf. Das „TNC“ scheint jedoch auch keine unumstrittene Organisation zu sein. So wurde und wird sie wieder von einem ehemaligen Manager der „Goldman Sachs“ Bank geleitet (eine der berüchtigten „Krisenbanken“) und es gibt diverse Vorwürfe der Washington Post (genauer nachzulesen hier), die jedoch von „TNC“ bestritten werden.

Soviel zu einigen kontroversen Fakten zu Forestle. Offizielle Fakten lassen sich hier nachlesen.

Da mein ursprünglich kurz und spontan geplanter Bericht hier allmählich beginnt auszuarten, werde ich diesen ersten Teil hiermit beenden und ein andermal fortsetzen.

Doch diese Unterhaltung zielte in eine andere Richtung. Es fiel der Begriff „Forestle“. „Forestle“? Noch nie gehört. Jedoch wurde ich aufgeklärt und dieses Kunstwort offenbarte sich als „grüne Suchmaschine“, die angeblich pro Suche 0,1 m² Regenwald retten will.

Das kam mir allerdings ein wenig spanisch vor... ein Unternehmen, dass ganz selbstlos mit einer IT-Lösung die Welt verbessern will? Zuhause sofort hinter den Rechner geklemmt und... äh... ja... gegoogelt (dank neuem Duden weiß ich jetzt endlich, wie man dieses Verb konjugiert).

Jedenfalls fand ich diese Seite und begann sofort meine Recherchearbeit. Es zeigte sich mir eine google-ähnlich aufgeräumte Webseite mit dem Forestle-Logo, einer Suchzeile, einem Hinweiskasten wieviele Quadratmeter Regenwald man mit einer Suche retten kann und wieviel insgesamt bereits gerettet wurde, sowie Links zur Funktionsweise der Seite, FAQs usw.

Die Linkleiste am oberen Rand jedoch kam mir unheimlich bekannt vor:“Bilder Map Video“... oh... „Big G(oogle)“ hat wieder zugeschlagen. Nach kurzem Nachforschen fand ich heraus, dass die Seite zunächst in Kooperation mit Google entwickelt worden war. Unter Initiative von einem Herrn Christian Kroll. Google stieg als Partner jedoch nach einiger Zeit aus. Doch wie funktioniert Forestle?

Natürlich wird nicht mit jeder einfachen Suche Regenwald gerettet... wie sollte das auch gehen. Auch bei dieser Art von Suchmaschine stehen Werbeeinblendungen im Vordergrund, durch die das Unternehmen vom jeweilig Werbenden pro Klick Geld bekommt. Aus dem durchschnittlichen Verhalten der Internetuser, ergibt sich ein Durchschnittswert, der angeben kann, wie hoch die Einnahmen pro Suche sind. Von diesen Einnahmen, so geben die Betreiber an, gehen 90% an „The Nature Conservancy“, einem gemeinnützigen Naturschutzverein, der Rest geht für Verwaltungskosten drauf. Das „TNC“ scheint jedoch auch keine unumstrittene Organisation zu sein. So wurde und wird sie wieder von einem ehemaligen Manager der „Goldman Sachs“ Bank geleitet (eine der berüchtigten „Krisenbanken“) und es gibt diverse Vorwürfe der Washington Post (genauer nachzulesen hier), die jedoch von „TNC“ bestritten werden.

Soviel zu einigen kontroversen Fakten zu Forestle. Offizielle Fakten lassen sich hier nachlesen.

Da mein ursprünglich kurz und spontan geplanter Bericht hier allmählich beginnt auszuarten, werde ich diesen ersten Teil hiermit beenden und ein andermal fortsetzen.

Bosso in Medien am 02.03.2010 um 20.44 Uhr

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