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Vollständiges Versand-Versagen mit DHL

Städtereise im Sommer


Für eine größere Ansicht anklicken.
Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Für diesen Sommer hat sich die Deutsche Post DHL Group etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ausgewählten Paketen ermöglicht sie – völlig ohne einen Mehrpreis zu erheben – ein innerdeutsches Metropol-Hopping. Meine Sendung gehörte zu den Gewinnern, ist momentan noch auf Reisen und hat hinterher mit Sicherheit nicht nur innerlich an Eindrücken gewonnen.


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Für diesen Sommer hat sich die Deutsche Post DHL Group etwas ganz Besonderes ausgedacht. Ausgewählten Paketen ermöglicht sie – völlig ohne einen Mehrpreis zu erheben – ein innerdeutsches Metropol-Hopping. Meine Sendung gehörte zu den Gewinnern, ist momentan noch auf Reisen und hat hinterher mit Sicherheit nicht nur innerlich an Eindrücken gewonnen.

Mittlerweile ist es neun Tage her, dass ich am Montag einen Sendungsschein für ein „Paket bis 5 kg“ für 5,99 € erstand. Online – weil Mittagspausen, um in Postfilialstellen anzustehen dann doch auch zeitlich limitiert sind – füllte ich den Paketschein säuberlich aus und willigte in die Vorkassen-Abbuchung ein.

Am darauffolgenden Dienstag war es dann so weit. Etwa eine halbe Stunde durfte mein Paket in der Filiale der Deutschen Post am Stuttgarter Hauptbahnhof in den Armen gehalten werden, ehe es die nächste Station in seinen Pass – gemeint ist die Sendungsverfolgung – eintragen lassen durfte und am Schalter die Reisebegleitung wechselte.

Zieladresse war das beschauliche Erdmannhausen im ländlichen Raum nördlich von Stuttgart. Mit Stuttgart hat das Dorf mindestens zwei Dinge gemeinsam. Zunächst ist das die Tatsache, dass auch die Postleitzahl des Dorfes mit derselben Ziffer, der Sieben, beginnt. Bei der Hauptstadt Baden-Württembergs ist das ganz genauso. Außerdem – das ist die zweite Gemeinsamkeit – ist Erdmannhausen an das S-Bahn-Netz Stuttgart angebunden mit eigenem Bahnhof. Wenn ich mein Paket von der Filiale der Deutschen Post Nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofes nicht eine halbe Stunde im Arm gehalten hätte, bis ich zum Schalter vorgelassen worden wäre, sondern weiter zur S-Bahn-Station gelaufen wäre, dann hätte es nur eine halbe Stunde länger gedauert, bis ich das Paket dann auch schon selbst und allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln an der Zieladresse hätte persönlich abliefern können. Nur eine knappe Stunde braucht man dafür und muss noch nicht einmal umsteigen.

In diesem Fall hätte mein Paket aber die größte Reise seines Lebens verpasst. So kam es nun also in den Lostopf für kostenloses Metropol-Hopping und reiste erst einmal: nirgendwo hin. Sein Pass, die Sendungsverfolgung, belegt eine Woche lang keine Eintragung. Ich glaube, meine Sendung musste noch auf einen freien Platz nach Norddeutschland warten, denn tatsächlich bekam es exakt eine Woche später am Dienstag, also gestern, einen Stempel in den Pass. Die DHL-Städtetour hatte es in die wunderbare Hansestadt Bremen gebracht. Ja richtig, Bremen. Das sind ganze 650 Kilometer von Stuttgart aus, aber die Deutsche Post DHL Group scheut für seine Kunden keine Kosten und Mühen.

Von den Stadtmusikanten musste sich meine Sendung dann am nächsten Tag, also am Mittwoch, nämlich heute, verabschieden. Weiter ging es in die Stadt des Karnevals, des Doms und der lustig lallenden Sprache: nach Köln. Nun liegt Köln zwar nur etwa 370 Kilometer von Stuttgart entfernt, aber man muss schon zugestehen, dass das für ein Paket, das eigentlich nur eine 27 Kilometer lange Fahrt auf sich zukommen wähnte, eine tolle Sache ist. Gerne hätte es noch Bielefeld gesehen, aber darum machte es einen weiten Bogen.

In der Sendungsverfolgung steht, dass mein Paket morgen dann aber doch die Heimreise nach Schwaben schon wieder antreten muss und nach zehn Tagen Reise in Erdmannhausen abgegeben wird. Die leise Hoffnung hat es, dass es auf dem Rückweg wenigstens noch Saarbrücken sehen darf.

Bildschirmfoto der Sendungsverfolgung: Eine Station in Bremen, zwei Stationen in Köln.

Mittlerweile ist es neun Tage her, dass ich am Montag einen Sendungsschein für ein „Paket bis 5 kg“ für 5,99 € erstand. Online – weil Mittagspausen, um in Postfilialstellen anzustehen dann doch auch zeitlich limitiert sind – füllte ich den Paketschein säuberlich aus und willigte in die Vorkassen-Abbuchung ein.

Am darauffolgenden Dienstag war es dann so weit. Etwa eine halbe Stunde durfte mein Paket in der Filiale der Deutschen Post am Stuttgarter Hauptbahnhof in den Armen gehalten werden, ehe es die nächste Station in seinen Pass – gemeint ist die Sendungsverfolgung – eintragen lassen durfte und am Schalter die Reisebegleitung wechselte.

Zieladresse war das beschauliche Erdmannhausen im ländlichen Raum nördlich von Stuttgart. Mit Stuttgart hat das Dorf mindestens zwei Dinge gemeinsam. Zunächst ist das die Tatsache, dass auch die Postleitzahl des Dorfes mit derselben Ziffer, der Sieben, beginnt. Bei der Hauptstadt Baden-Württembergs ist das ganz genauso. Außerdem – das ist die zweite Gemeinsamkeit – ist Erdmannhausen an das S-Bahn-Netz Stuttgart angebunden mit eigenem Bahnhof. Wenn ich mein Paket von der Filiale der Deutschen Post Nahe des Stuttgarter Hauptbahnhofes nicht eine halbe Stunde im Arm gehalten hätte, bis ich zum Schalter vorgelassen worden wäre, sondern weiter zur S-Bahn-Station gelaufen wäre, dann hätte es nur eine halbe Stunde länger gedauert, bis ich das Paket dann auch schon selbst und allein mit öffentlichen Verkehrsmitteln an der Zieladresse hätte persönlich abliefern können. Nur eine knappe Stunde braucht man dafür und muss noch nicht einmal umsteigen.

In diesem Fall hätte mein Paket aber die größte Reise seines Lebens verpasst. So kam es nun also in den Lostopf für kostenloses Metropol-Hopping und reiste erst einmal: nirgendwo hin. Sein Pass, die Sendungsverfolgung, belegt eine Woche lang keine Eintragung. Ich glaube, meine Sendung musste noch auf einen freien Platz nach Norddeutschland warten, denn tatsächlich bekam es exakt eine Woche später am Dienstag, also gestern, einen Stempel in den Pass. Die DHL-Städtetour hatte es in die wunderbare Hansestadt Bremen gebracht. Ja richtig, Bremen. Das sind ganze 650 Kilometer von Stuttgart aus, aber die Deutsche Post DHL Group scheut für seine Kunden keine Kosten und Mühen.

Von den Stadtmusikanten musste sich meine Sendung dann am nächsten Tag, also am Mittwoch, nämlich heute, verabschieden. Weiter ging es in die Stadt des Karnevals, des Doms und der lustig lallenden Sprache: nach Köln. Nun liegt Köln zwar nur etwa 370 Kilometer von Stuttgart entfernt, aber man muss schon zugestehen, dass das für ein Paket, das eigentlich nur eine 27 Kilometer lange Fahrt auf sich zukommen wähnte, eine tolle Sache ist. Gerne hätte es noch Bielefeld gesehen, aber darum machte es einen weiten Bogen.

In der Sendungsverfolgung steht, dass mein Paket morgen dann aber doch die Heimreise nach Schwaben schon wieder antreten muss und nach zehn Tagen Reise in Erdmannhausen abgegeben wird. Die leise Hoffnung hat es, dass es auf dem Rückweg wenigstens noch Saarbrücken sehen darf.

Bildschirmfoto der Sendungsverfolgung: Eine Station in Bremen, zwei Stationen in Köln.

sophie in Lebenskunde am 31.07.2019 um 20.00 Uhr

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