Zur Startseite Eck.Dose

Der Blog des Goldseelchen-Verlags
für Tagfalter und Nachtdenker

Der Blog des Goldseelchen-Verlags



nach den Erschütterungen von Paris

Ablenkung statt Mitgefühl


Für eine größere Ansicht anklicken.
Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Seite 2 von 2

Der Aufruf zur Toleranz nach den Erschütterungen von Paris ist einer mit gespaltener Zunge.

Wieso stehen die Toleranzrufer nicht erst einmal dazu, dass sie erschüttert sind? Dass sie die menschenverachtende Ideologie nicht verstehen können? Dass sie sie die Täter nicht verstehen können?

Diese Offenheit ist verlogen und, auch sie, ist menschenverachtend. Denn sie stellt die Verbindung zwischen unschuldigen Menschen und einer erschütternden Tat her. Anderen unterstellt sie, nicht zwischen dem friedlichen Nachbarn und der menschenverachtenden Ideologie, die vermutlich zur Tat trieb, unterscheiden zu können.

Wer Islamismus sieht und sofort ausspricht, dass nicht alle Muslime ihm anhängen, nimmt sie in Geiselhaft und schiebt ihnen indirekt eine Schuld in die Schuhe. Wer bei den Auswirkungen einer hässlichen, menschenverachtenden Ideologie also sofort an die Muslime in der Nachbarschaft dachte, ist in Wirklichkeit selbst intolerant.

Wahre Toleranz erfordert einen Standpunkt und keine verlogenen Aufrufe.

In dem Fall wäre die Erkenntnis schon einmal hilfreich, dass der Islam eben doch die Basis für eine menschenverachtende Ideologie bilden kann. Wie auch der Sozialismus im brutalen Linksterrorismus münden oder eine konservativ-bürgerliche Gesinnung im Nationalsozialismus übersteigert werden kann.

Wer dann erkannt hat, dass nicht eine Religion, nicht eine politische Überzeugung von sich aus zu Erschütterungen führt, wird erkennen, dass die Erschütterungen von einzelnen Menschen, individuellen Personen verursacht wurden. Dann wird die Reaktion auf Erschütterungen kein Aufruf zur Toleranz mehr sein, der die Gefühle doch nur verdrängt. Sondern echtes Mit-Leiden mit den Opfern, echtes Mit-Fühlen mit den Trauernden wird möglich sein.

Artikel-Seite:
12

Uli in Gesellschaft am 11.01.2015 um 11.22 Uhr

 Drucken | 

Auch ansehen:

Kommentar verfassen

Name*:
E-Mail:
Netzseite:
Kommentar*:

 

Damit wir auch wissen, dass Du ein Mensch bist, musst Du unten in das Feld „Sicherheits-Code“ bitte noch die Buchstaben oder Zahlen aus dem Bild links abtippen.

Sicherheits-Code*:

Die Felder mit * sind verpflichtend.

Datenschutz-Hinweis: Alle Daten, die in dieses Formular eingetragen werden, können auf dieser Seite als Einträge angezeigt werden. Zusätzlich werden IP-Adresse und Zeitpunkt der Übermittlung in einer Datenbank gespeichert, um im Falle strafrechtlich relevanter Eintragungen die Herkunft nachweisen zu können.