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Ein Vergleich auf deutschen Obstwiesen

Äpfel und Birnen


Für eine größere Ansicht anklicken.
Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Noch wirft eine recht warme Septembersonne lange Schatten auf gut bestückten Obstwiesen. Ein Spaziergang zwischen übervoll hängenden Apfelbäumen lässt eine verwunderte Feststellung treffen: Obwohl Äpfel und Birnen so oft über einen Kamm geschoren werden, kommt auf zehn Apfelbäume geschätzt nur ein Birnbaum.


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Noch wirft eine recht warme Septembersonne lange Schatten auf gut bestückten Obstwiesen. Ein Spaziergang zwischen übervoll hängenden Apfelbäumen lässt eine verwunderte Feststellung treffen: Obwohl Äpfel und Birnen so oft über einen Kamm geschoren werden, kommt auf zehn Apfelbäume geschätzt nur ein Birnbaum.

Ohne gleich studierte Obstgärtner oder Diplom-Landwirte zu befragen, soll hier der Grund gefunden werden. Dazu bietet sich der sprichwörtliche Vergleich von Äpfeln mit Birnen an. Die Form, der augenscheinlichste Unterschied, kann getrost weggelassen werden. Schließlich ist es die Beschaffenheit, die dafür sorgte, dass in Deutschland das Baumverhältnis so unterschiedlich ist.

Blickt man in die Obstregale im Supermarkt, wird auch dort der Mengenunterschied bewusst. Äpfel liegen in großer Zahl zu günstigen Mehrere-Kilo-Preisen in verschiedenen Sorten aus. Birnen werden überhaupt seltener angeboten, zum Teil zu hohen Stückpreisen. Im Angebot sind eine „normale“ und eine Edelvariante, Nashi-Birne zum Beispiel. Deutsche Äpfel werden in fast jeder Saison angeboten. Regionale Birnen erhält der Kunde nur vom Spätsommer bis in den Herbst hinein.

Äpfel haben die festere Schale und das festere Fruchtfleisch. Ein Apfel hält sich den Winter hindurch bis ins Frühjahr hinein. Würde man eine Birne so lange aufheben wollen, könnte man im Frühjahr mit den verrotteten Überresten seine Birnbäume düngen. Während man eine reife Birne mit der Hand zerdrücken kann, holt man sich beim Apfel fast eine Sehnenscheidenentzündung, so stark hält die Struktur.

Die Beschaffenheit schlägt sich im Geschmack nieder. Birnen sind saftig-süß, eignen sich für Säfte und Torten. Wegen des hohen Zuckergehalts wird Birnensaft gerne bis zum Schnaps verarbeitet. Apfelkuchen können länger lagern. In Apfel- oder Hutzelbrot halten sich Apfelstückchen sogar die Adventszeit über. Apfelsaft kann gut mit Wasser verdünnt getrunken werden, ohne verwässert zu schmecken. Das spart Lagerraum. Wird Apfelsaft produziert, macht es nichts, wenn die Äpfel zerbrechen oder die Schale zerdrückt wird. Beim Waschen bleiben die jeweiligen Fruchtfleisch-Stücke ganz. Eine Birne muss man mit Samthandschuhen anfassen, damit sie im Wasser nicht ausgeschwemmt wird oder ihren Geschmack abgibt.

Zu den generellen Unterschieden kommt, dass bei Äpfeln viel mehr Sorten gezüchtet sind. Tafeläpfel, Mostäpfel, Früh- oder Spätäpfel in süß, sauer oder besonders fester Beschaffenheit stehen zur Auswahl, wenn sich der Obstbauer für einen Apfelbaum entschieden hat. Angesichts dieser Menge an Sorten ist Apfel schon nicht gleich Apfel. Äpfel lassen sich mit Birnen eben nicht so leicht vergleichen.

Ohne gleich studierte Obstgärtner oder Diplom-Landwirte zu befragen, soll hier der Grund gefunden werden. Dazu bietet sich der sprichwörtliche Vergleich von Äpfeln mit Birnen an. Die Form, der augenscheinlichste Unterschied, kann getrost weggelassen werden. Schließlich ist es die Beschaffenheit, die dafür sorgte, dass in Deutschland das Baumverhältnis so unterschiedlich ist.

Blickt man in die Obstregale im Supermarkt, wird auch dort der Mengenunterschied bewusst. Äpfel liegen in großer Zahl zu günstigen Mehrere-Kilo-Preisen in verschiedenen Sorten aus. Birnen werden überhaupt seltener angeboten, zum Teil zu hohen Stückpreisen. Im Angebot sind eine „normale“ und eine Edelvariante, Nashi-Birne zum Beispiel. Deutsche Äpfel werden in fast jeder Saison angeboten. Regionale Birnen erhält der Kunde nur vom Spätsommer bis in den Herbst hinein.

Äpfel haben die festere Schale und das festere Fruchtfleisch. Ein Apfel hält sich den Winter hindurch bis ins Frühjahr hinein. Würde man eine Birne so lange aufheben wollen, könnte man im Frühjahr mit den verrotteten Überresten seine Birnbäume düngen. Während man eine reife Birne mit der Hand zerdrücken kann, holt man sich beim Apfel fast eine Sehnenscheidenentzündung, so stark hält die Struktur.

Die Beschaffenheit schlägt sich im Geschmack nieder. Birnen sind saftig-süß, eignen sich für Säfte und Torten. Wegen des hohen Zuckergehalts wird Birnensaft gerne bis zum Schnaps verarbeitet. Apfelkuchen können länger lagern. In Apfel- oder Hutzelbrot halten sich Apfelstückchen sogar die Adventszeit über. Apfelsaft kann gut mit Wasser verdünnt getrunken werden, ohne verwässert zu schmecken. Das spart Lagerraum. Wird Apfelsaft produziert, macht es nichts, wenn die Äpfel zerbrechen oder die Schale zerdrückt wird. Beim Waschen bleiben die jeweiligen Fruchtfleisch-Stücke ganz. Eine Birne muss man mit Samthandschuhen anfassen, damit sie im Wasser nicht ausgeschwemmt wird oder ihren Geschmack abgibt.

Zu den generellen Unterschieden kommt, dass bei Äpfeln viel mehr Sorten gezüchtet sind. Tafeläpfel, Mostäpfel, Früh- oder Spätäpfel in süß, sauer oder besonders fester Beschaffenheit stehen zur Auswahl, wenn sich der Obstbauer für einen Apfelbaum entschieden hat. Angesichts dieser Menge an Sorten ist Apfel schon nicht gleich Apfel. Äpfel lassen sich mit Birnen eben nicht so leicht vergleichen.

Uli in Lebenskunde am 04.09.2011 um 15.35 Uhr

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