Der Blog des Goldseelchen-Verlags
für Tagfalter und Nachtdenker

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Christen können die Welt nicht retten. Aber sie wissen Gott an ihrer Seite

Verantwortung angesichts der Schöpfung


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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Die Welt geht kaputt. Wir alle tragen mit dazu bei

und machen uns daran schuldig. Wer das leugnet ist

ein egoistischer, kaltherziger Mensch, dem die

Vernunft abhandengekommen ist.

Dass ich als einzelner Mensch die Schöpfung nicht

retten kann, ist logisch. Aber nur, weil mir

alleine etwas nicht möglich ist, heißt das nicht,

dass ich gar nichts tun brauche. Der einzige

Grund, weiter zu machen, wie bisher, lautet

Bequemlichkeit. Auf der kann man sich ausruhen,

aber dann muss man sich, wenn man auch nur einen

Funken Glauben hat, doch irgendwann angesichts des

Schöpfers der Frage stellen, warum man nichts

gemacht hat.

Christsein heißt nicht, sich zu Jesus zu bekennen

und der alte Mensch zu bleiben. Dass Jesus mich

einzelnen erlöst hat, entbindet mich in keiner

Weise der Verantwortung für die Schöpfung, in der

ich noch lebe. Jesus selbst traf die

Entscheidungen nicht nach Gesetzen, sondern nach

Anschauung. Seine Richtschnur ist aber niemals die

Bequemlichkeit. Seine Richtschnur ist das

Doppelgebot der Liebe: „Du sollst den Herrn,

deinen Gott, lieben von ganzen Herzen, von ganzer

Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft

und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Meinem Nächsten kann, ja muss ich mit Achtsamkeit,

Anerkennung und Aufrichtigkeit begegnen. Das

heißt: Ich muss auch Rücksicht nehmen auf die

Schwachen. Ich darf nicht als Christ mit meinem

Dieselauto in die Großstadt fahren und sagen, die

Kinder, Schwangeren und Asthmatiker sollen sich

wegen des Feinstaubs nicht so anstellen. Dann kann

es zwar sein, dass Jesus mich erlöst hat. Aber ich

verhalte mich nicht wie ein Christ. Das hat nichts

mit grüner Ideologie zu tun, sondern ist

verfehltes Handeln.

Wie liebe ich Gott? Es reicht nicht aus, sonntags

ein paar Psalmen zu singen und meine Mitwelt mit

entkernten Bibeltexten über das Lob Gottes zu

bombardieren. Gott ist Schöpfer der Welt, die ich

gerade kaputt mache! Wenn ich ihn lobe, aber

gleichzeitig seine Geschöpfe und seine Schöpfung

missachte und sie mit meinem bequemen Verhalten

kaputt mache, wie sieht denn das aus? Es ist

ungefähr so, wie wenn ich meiner Mutter sage: „Du

hast heute wieder fabelhaft gekocht“, den Eintopf

stehen lasse und ins Restaurant gehe zum Essen.

Nicht unbedingt glaubwürdig.

Die Frage nach dem richtigen Handeln stellt sich

jeden Tag neu. Eigentlich sogar in jedem einzelnen

Augenblick. Als Mensch in der Schöpfung und mitten

in meiner Mitwelt bin ich in der verzwickten Lage,

dass mir keine Regel, keine irdische Instanz die

Verantwortung abnimmt. Nicht einmal ich selbst

kann mir mit einer einmal getroffenen Entscheidung

den Freifahrtschein für mein Leben geben.

Ich bin als Christ zwar erlöst, aber noch lebe ich

in dieser Welt. Von Gottes Auftrag an alle

Menschen, die Schöpfung zu bewahren und zu

verwalten, hat mich Jesus nicht entbunden. Im

Gegenteil: Mit dem höchsten Gebot, dem Gebot, Gott

zu lieben, bindet er die Christen neu an diesen

Auftrag und benennt noch die Verantwortung, diese

verdammt schwierige Verantwortung ihm gegenüber

und für sich selbst noch auf das Paket mit drauf.

Konkret heißt das, wir Christen können die Welt

nicht retten. Aber wir wissen Gott an unserer

Seite. Im Gebet können wir ihn bitten, dass er

uns hilft, die Schäden an dieser Schöpfung gering

zu halten. Im Fürbitten können wir für Vernunft,

Glaube und Demut der Mächtigen bitten. Bei den

Wahlen gilt nicht darauf zu achten, wer am

strengsten die verklemmten Regeln des Paulus

befolgt, sondern zu prüfen, womit Gottes Schöpfung

am besten bewahrt wird, mit Natur, Tieren und

Menschen, die in ihr leben. Und ich selbst muss

mich von meiner Bequemlichkeit lösen und in jedem

Augenblick neu entscheiden, wie ich wirklich der

Liebe gegenüber Gott, gegenüber meinen Nächsten

und gegenüber mir selbst gerecht werde.

Die Welt geht kaputt. Wir alle tragen mit dazu bei

und machen uns daran schuldig. Wer das leugnet ist

ein egoistischer, kaltherziger Mensch, dem die

Vernunft abhandengekommen ist.

Dass ich als einzelner Mensch die Schöpfung nicht

retten kann, ist logisch. Aber nur, weil mir

alleine etwas nicht möglich ist, heißt das nicht,

dass ich gar nichts tun brauche. Der einzige

Grund, weiter zu machen, wie bisher, lautet

Bequemlichkeit. Auf der kann man sich ausruhen,

aber dann muss man sich, wenn man auch nur einen

Funken Glauben hat, doch irgendwann angesichts des

Schöpfers der Frage stellen, warum man nichts

gemacht hat.

Christsein heißt nicht, sich zu Jesus zu bekennen

und der alte Mensch zu bleiben. Dass Jesus mich

einzelnen erlöst hat, entbindet mich in keiner

Weise der Verantwortung für die Schöpfung, in der

ich noch lebe. Jesus selbst traf die

Entscheidungen nicht nach Gesetzen, sondern nach

Anschauung. Seine Richtschnur ist aber niemals die

Bequemlichkeit. Seine Richtschnur ist das

Doppelgebot der Liebe: „Du sollst den Herrn,

deinen Gott, lieben von ganzen Herzen, von ganzer

Seele, von ganzem Gemüt und mit all deiner Kraft

und deinen Nächsten wie dich selbst.“

Meinem Nächsten kann, ja muss ich mit Achtsamkeit,

Anerkennung und Aufrichtigkeit begegnen. Das

heißt: Ich muss auch Rücksicht nehmen auf die

Schwachen. Ich darf nicht als Christ mit meinem

Dieselauto in die Großstadt fahren und sagen, die

Kinder, Schwangeren und Asthmatiker sollen sich

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Uli in Lebenskunde am 16.06.2019 um 12.52 Uhr


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