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Goldseelchen geht an Pfingsten auf Instagram

Im Anfang war das Wort


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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Goldseelchen ist seit Pfingsten auf Instagram. Von dort schickt es Botschaften in die Welt rund um #schreiben, #hoffen und #leben: https://www.instagram.com/goldseelchen

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Warum gerade an Pfingsten?

Wort und Geist. Irgendwie hängen sie zusammen. Der Geist im Sinne des Denkvermögens: Ohne Sprache ist er kaum vorstellbar – und ein Baustein der Sprache ist das Wort. Worte bilden: das können nur Wesen mit Geist.

Pfingsten als Ankunft des göttlichen Geistes in der frühen Gemeinde ist auch das Fest des Wortes. Der Geist wurde nicht unmittelbar sichtbar und ist es bis heute nicht geworden. Den Geist spürten die Versammelten innerlich, heißt es in der Apostelgeschichte im zweiten Kapitel. Es war wie in einem Rausch, eine aufregende Begeisterung. Äußerlich wahrnehmbar wurde den Menschen nur das Wirken des Geistes. Der Geist wirkte im Wort, in der Sprache.

Plötzlich verstanden sie, was die anderen da in ihrer Sprache redeten. Wer das verstehen möchte wie den Babelfisch aus Douglas Adams‘ Universum, versteht den Bericht falsch. Der Geist bewirkte kein Ende der babylonischen Sprachverwirrung und war auch keine vorbeigeflogene Dolmetsch-Taube. Der Geist kommt vorübergehend und bringt Botschaften unmittelbar.

Sprache ist immer nur ein Medium, ein Mittelbares, so sind es auch Worte. Man kann Sätze so verstehen oder so. Das beste Beispiel hier ist das Wort „Geist“: Jeder hat davon schon einmal gehört, aber was es so bedeutet, ist nicht immer klar: Ist „Geist“ ein Gespenst, ist „Geist“ der Intellekt oder ist „Geist“ dieses abstrakte Wesen aus der abgehobenen Sprache des Glaubens?

Das macht das Ereignis an Pfingsten so besonders. Der Geist kommt vorübergehend und bringt Botschaften unmittelbar. Man kennt sowas noch heute. Da redet man stundenlang miteinander und hat das Gefühl, irgendwie nicht zu verstehen oder nicht verstanden zu werden. Und ohne, dass man die Worte ändert oder die Sprache, macht es Klick und man versteht sich. Der Geist ist da und erschließt mir Sinn und die ganze Welt. Das Gegenüber wird zum Du und ich werde plötzlich mit dem Du zu Wir. Mitunter brechen wir beide dann in Begeisterung aus, weil wir uns verstehen.

Was ist erst los, wenn ein Haufen begriffsstutziger Menschen versammelt ist? Was geschieht, wenn einer nach der anderen das Wort erhebt und irgendwie wie auf einem schlechten Vortrag der müde Applaus nur dem Umstand gilt, dass die Kaffeepause da ist? Ohne Geist ist in so einer Lage gar nichts los. Eine begabte Person mag vielleicht mitreißen, aber ist sie immer in Bestform? Wenn der Geist fehlt, ist man vom Geist verlassen.

Der Geist trägt die Worte ins Herz. Der Geist weckt müde Menschen zur Begeisterung, erfrischt den Glauben und trägt in verlorenen Augenblicken mit einem plötzlichen unermesslichen Kraftzuwachs bis hinein ins sichere Ziel. Wen der Geist ergreift, der kann es sich nicht erklären. Wer vom Geist erfasst ist, weiß Dinge unmittelbar und erkennt Zusammenhänge, die zuvor verschlossen schienen.

„Im Anfang war das Wort“, beginnt das Johannesevangelium und erzählt mit diesem Satz schon die Welt. Das Wort, Gottes Wort, ist auch mit „Sinn“ und „Geist“ übersetzbar. Und so wird Pfingsten zum Fest des Wortes, zum Fest von Gottes Wort. Indem der Schöpfer spricht, macht er uns lebendig als seine Geschöpfe, als Menschen, er begabt uns sprechend mit Geist, mit Verstand, und weckt uns im entscheidenden Augenblick immer wieder den Geist.

Das ist Gottes Geist: Unverfügbar, unmittelbar und unendlich wichtig.

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Warum gerade an Pfingsten?

Wort und Geist. Irgendwie hängen sie zusammen. Der Geist im Sinne des Denkvermögens: Ohne Sprache ist er kaum vorstellbar – und ein Baustein der Sprache ist das Wort. Worte bilden: das können nur Wesen mit Geist.

Pfingsten als Ankunft des göttlichen Geistes in der frühen Gemeinde ist auch das Fest des Wortes. Der Geist wurde nicht unmittelbar sichtbar und ist es bis heute nicht geworden. Den Geist spürten die Versammelten innerlich, heißt es in der Apostelgeschichte im zweiten Kapitel. Es war wie in einem Rausch, eine aufregende Begeisterung. Äußerlich wahrnehmbar wurde den Menschen nur das Wirken des Geistes. Der Geist wirkte im Wort, in der Sprache.

Plötzlich verstanden sie, was die anderen da in ihrer Sprache redeten. Wer das verstehen möchte wie den Babelfisch aus Douglas Adams‘ Universum, versteht den Bericht falsch. Der Geist bewirkte kein Ende der babylonischen Sprachverwirrung und war auch keine vorbeigeflogene Dolmetsch-Taube. Der Geist kommt vorübergehend und bringt Botschaften unmittelbar.

Sprache ist immer nur ein Medium, ein Mittelbares, so sind es auch Worte. Man kann Sätze so verstehen oder so. Das beste Beispiel hier ist das Wort „Geist“: Jeder hat davon schon einmal gehört, aber was es so bedeutet, ist nicht immer klar: Ist „Geist“ ein Gespenst, ist „Geist“ der Intellekt oder ist „Geist“ dieses abstrakte Wesen aus der abgehobenen Sprache des Glaubens?

Das macht das Ereignis an Pfingsten so besonders. Der Geist kommt vorübergehend und bringt Botschaften unmittelbar. Man kennt sowas noch heute. Da redet man stundenlang miteinander und hat das Gefühl, irgendwie nicht zu verstehen oder nicht verstanden zu werden. Und ohne, dass man die Worte ändert oder die Sprache, macht es Klick und man versteht sich. Der Geist ist da und erschließt mir Sinn und die ganze Welt. Das Gegenüber wird zum Du und ich werde plötzlich mit dem Du zu Wir. Mitunter brechen wir beide dann in Begeisterung aus, weil wir uns verstehen.

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Uli in st.eckdose am 09.06.2019 um 14.57 Uhr

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