Der Blog des Goldseelchen-Verlags
für Tagfalter und Nachtdenker

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Mit-Geteilte Freude


Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Geteilte Freude ist doppelte Freude, heißt es. Wenn ich es mir aber recht überlege, ist die ungeteilte Freude irgendwie auch nur die halbe Miete.


Fotograf: Uli
 (© Eckdose)

Geteilte Freude ist doppelte Freude, heißt es. Wenn ich es mir aber recht überlege, ist die ungeteilte Freude irgendwie auch nur die halbe Miete.

Vielleicht bin ich nicht die Einzige, der einmal was wirklich Tolles passiert ist, die was richtig Schönes erlebt hat oder gesehen hat oder mitbekommen hat. Das ist dann so überwältigend, dass man es jemandem erzählen MUSS. Man MUSS es einfach jemandem zeigen. MUSS es jemandem berichten. Man hält so viel Freude alleine gar nicht aus. Kennt das noch jemand? Ich glaube schon. Wenigstens manchmal. Wenigstens einmal hat das doch jeder schon erlebt. Oder? Das man vor Freude platzen kann! Bäume umreißen will! In die Luft springt! Sich jubelnd im Kreis drehen möchte! Wildfremde Menschen umarmen würde (wenn es nicht so peinlich wäre). Die übersprudelnde Freude lässt den gefunden Zuhörer dann erst mal darum bitten, doch alles der Reihe nach zu erzählen. Und dann ist da noch die Sache mit den Postkarten aus dem Urlaub. Um wen geht es da eigentlich? Den Adressaten oder den Absender? Ich glaube ja, wenn ich so lese, was da so immer steht, da will jemand seine Freude teilen. Das Schöne ist: Er teilt sie mit mir. Aber es ist einfach so, dass die vielen tollen Urlaubserlebnisse nur halb so schön sind, wenn man sie nicht teilt. Mitteilt. Anderen. Mir. Zum Beispiel.

Und manchmal passiert einem einfach etwas total UN GLAUBLICHES. „Das glaubt mir kein Mensch, wenn ich das erzähle.“, denkt man sich dann. Zurecht. Ist ja eben auch „un-glaublich“ gewesen, nicht wahr? Da hilft dann nur zeigen: „Guck mal da! – Oh neee, war schon weg.“ Kennt man doch. Manchmal ist „es“ aber dann doch noch da und man kann das Gesehene anderen zeigen. Da staunt der Andere dann nicht schlecht: „DAS hätte ich nie gedacht!“ - „Ja, siehste. Hab ich doch gleich gesagt.“

So ähnlich war das damals auch. An Ostern. Da geht Magdalena tief betrübt auf den Friedhof und dann: „Der Stein ist weg! Das gibt’s doch gar nicht! Der war doch sau schwer! Boah, wenn ich das erzähle. Das glaubt mir echt KEIN Mensch.“ Und genau so kam’s dann auch. Keiner hat’s erstmal geglaubt. Und dass Frauen viel erzählen, das weiß man ja. Also nehmen das die Männer in die Hand. Und weil Männer ja überhaupt irgendwie sich ständig messen wollen, rennen sie los. Rennen und rennen und rennen und jeder will der Erste sein. Der nämlich, der dann den Spruch bringen kann: „Boah, Magdalena, was Du wieder für einen Stuss erzählt hast. Also ehrlich. Bei Dir sollte man mal die Herdanziehungskraft überprüfen.“

Tja, nur kam’s dann ganz anders. Die Jungs kamen an. Und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Stein war nicht nur weg. Der Jesus hat auch noch gefehlt. Bis SIE es aber kapiert hatten, fehlte auch noch einiges. Dann aber, als der Groschen gefallen war, gab’s KEIN Halten mehr. Die Freude war RIESEN groß. Bäume hätten sie ausreißen wollen, in die Luft springen, die ganze Welt umarmen, den nächsten Wettlauf starten.

So rannten sie los und weil Freude, wenn sie wirklich groß ist, geteilt werden MUSS, schrien sie es in die Welt hinaus:

DER HERR IST AUFERSTANDEN!

ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!

Vielleicht bin ich nicht die Einzige, der einmal was wirklich Tolles passiert ist, die was richtig Schönes erlebt hat oder gesehen hat oder mitbekommen hat. Das ist dann so überwältigend, dass man es jemandem erzählen MUSS. Man MUSS es einfach jemandem zeigen. MUSS es jemandem berichten. Man hält so viel Freude alleine gar nicht aus. Kennt das noch jemand? Ich glaube schon. Wenigstens manchmal. Wenigstens einmal hat das doch jeder schon erlebt. Oder? Das man vor Freude platzen kann! Bäume umreißen will! In die Luft springt! Sich jubelnd im Kreis drehen möchte! Wildfremde Menschen umarmen würde (wenn es nicht so peinlich wäre). Die übersprudelnde Freude lässt den gefunden Zuhörer dann erst mal darum bitten, doch alles der Reihe nach zu erzählen. Und dann ist da noch die Sache mit den Postkarten aus dem Urlaub. Um wen geht es da eigentlich? Den Adressaten oder den Absender? Ich glaube ja, wenn ich so lese, was da so immer steht, da will jemand seine Freude teilen. Das Schöne ist: Er teilt sie mit mir. Aber es ist einfach so, dass die vielen tollen Urlaubserlebnisse nur halb so schön sind, wenn man sie nicht teilt. Mitteilt. Anderen. Mir. Zum Beispiel.

Und manchmal passiert einem einfach etwas total UN GLAUBLICHES. „Das glaubt mir kein Mensch, wenn ich das erzähle.“, denkt man sich dann. Zurecht. Ist ja eben auch „un-glaublich“ gewesen, nicht wahr? Da hilft dann nur zeigen: „Guck mal da! – Oh neee, war schon weg.“ Kennt man doch. Manchmal ist „es“ aber dann doch noch da und man kann das Gesehene anderen zeigen. Da staunt der Andere dann nicht schlecht: „DAS hätte ich nie gedacht!“ - „Ja, siehste. Hab ich doch gleich gesagt.“

So ähnlich war das damals auch. An Ostern. Da geht Magdalena tief betrübt auf den Friedhof und dann: „Der Stein ist weg! Das gibt’s doch gar nicht! Der war doch sau schwer! Boah, wenn ich das erzähle. Das glaubt mir echt KEIN Mensch.“ Und genau so kam’s dann auch. Keiner hat’s erstmal geglaubt. Und dass Frauen viel erzählen, das weiß man ja. Also nehmen das die Männer in die Hand. Und weil Männer ja überhaupt irgendwie sich ständig messen wollen, rennen sie los. Rennen und rennen und rennen und jeder will der Erste sein. Der nämlich, der dann den Spruch bringen kann: „Boah, Magdalena, was Du wieder für einen Stuss erzählt hast. Also ehrlich. Bei Dir sollte man mal die Herdanziehungskraft überprüfen.“

Tja, nur kam’s dann ganz anders. Die Jungs kamen an. Und kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. Der Stein war nicht nur weg. Der Jesus hat auch noch gefehlt. Bis SIE es aber kapiert hatten, fehlte auch noch einiges. Dann aber, als der Groschen gefallen war, gab’s KEIN Halten mehr. Die Freude war RIESEN groß. Bäume hätten sie ausreißen wollen, in die Luft springen, die ganze Welt umarmen, den nächsten Wettlauf starten.

So rannten sie los und weil Freude, wenn sie wirklich groß ist, geteilt werden MUSS, schrien sie es in die Welt hinaus:

DER HERR IST AUFERSTANDEN!

ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!

sophie in st.eckdose am 08.04.2012 um 09.05 Uhr

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