Der Blog des Goldseelchen-Verlags
für Tagfalter und Nachtdenker

Der Blog des Goldseelchen-Verlags für Tagfalter und Nachtdenker

Der Blog des Goldseelchen-Verlags

Philosophie

Weit gedacht, bei Tag, bei Nacht...

Wahrheit und Pluralität

Die Hose in türkis

Ich habe auf Ebay eine Hose verkauft. Sie war türkis. Türkis stand mir nicht. Dem Angebot hatte ich Fotos beigefügt. Und eine Erklärung dazu. Die Hose sei türkis, sie stehe mir nicht, deshalb stünde sie zum Verkauf.

Dann fand die Hose ihren Käufer. Sie wurde bezahlt. Sie wurde verschickt.
Dann kam die Bewertung. Die Hose...  [Weiterlesen]

sophie am 12.08.2017

Interpretationsversuch und Replik

Die Frage nach der Wahrheit

Wer nicht selbst Zeuge dieses Possenspiels geworden ist, muss sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Das bewegte Bild hat einen rasanten Charakter. Chaos dominiert die erste Hälfte des Beschriebenen. Die zweite schafft Klarheit, bringt behauptete Wahrheit und macht den Titel des Ganzen verständlich, die Frage: „Was...  [Weiterlesen]

Uli und sophie am 25.01.2016

Gedanken zu einem gekippten Kran in Mekka

Der Fall des Krans ein Zufall?

Am 11. September 2015 kippt in Mekka ein Baukran auf die große Moschee. Über 100 Menschen sterben. Zu diesem Zeitpunkt sind es nicht einmal mehr zwei Wochen, bis die islamische Wallfahrtsaison eröffnet wird und Millionen Touristen...  [Weiterlesen]

Uli am 16.09.2015

Über den richtigen Fall bei „laut“, „trotz“ und „dank“

Rettet den Dativ!

Geständnis: Ich kann den Genitiv hinter manchen Wörtern nicht ausstehen. Für mich hört sich ein Satz wie: „Laut des Bahndirektors hätte der Zug pünktlich kommen sollen.“ grottenfalsch an. Es tut mir weh, ihn zu hören oder zu lesen. Ähnlich geht es mir mit Wendungen wie „trotz des schlechten Wetters“ oder „dank des Zugführers“. Mein...  [Weiterlesen]

Uli am 01.07.2015

Wahrheit angesichts der Religionen

Wie durch ein buntes Glas

Frage des Unglaubenden: Warum gibt es so viele Religionen, wenn es nur einen Gott geben soll?

Der Glaube an einen Gott in einer bestimmten Religion fällt einem unsicheren Menschen schwer. Weil man heute weiß, dass Menschen unterschiedliche Wahrheiten kennen, auf unterschiedliche Weise mit der Transzendenz umgehen, ist das eigene Hadern...  [Weiterlesen]

Uli am 28.09.2014

Protokolle der Anklage

Wo warst du?

„Wo warst du?“, werden sie dich fragen. „Wo warst du mit deiner höheren Moral? Wo blieb deine wertvollere Ethik? Was hast du dazu getan? Was wusstest du entgegen zu stellen?“

Du wirst schweigen müssen, denn deine Rechtfertigung wird niemand hören wollen. Dein Stammeln wird verstummen, denn deine Worte werden wie Hohn klingen....  [Weiterlesen]

Uli am 02.02.2014

Wie die Erinnerung beschönigt

Früher war alles gleich

Wenn sie Unwahrheiten erzählt, wird sie kein bisschen rot. Eine lange Nase bekommt sie auch nicht: Die Erinnerung ist ein ziemlich guter Lügner. Das liegt daran, dass Erinnerung nicht dazu angelegt ist, eine objektive Sicht auf Ereignisse zu erhalten. Alles, was wir sehen, hören, denken, fühlen beeinflusst auch das, was wir je gesehen, gehört,...  [Weiterlesen]

Uli am 21.11.2013

Oder: Der versperrte Weg

Regenwurm

Nach dem Regen sind die geteerten Straßen voll mit ihnen: Regenwürmer krümmen sich auf dem Asphalt. Sie scheinen irgendwie verpasst haben, dass die Wolken weiter gezogen sind. Kommt dann die Sonne, schafft es kein Würmchen mehr an den sicheren Rand ins feuchte, kühle Erdreich. Täglich sterben auf diese Weise Millionen dieser nützlichen Gartenhelferchen...  [Weiterlesen]

Uli am 23.10.2013

Zum Gebrauch der Wendung „Art und Weise“

Weg oder Wesen

Doppelworte wie „Art und Weise“ haben in der deutschen Sprache ein schweres Schicksal. Bei unbedachtem Gebrauch verlieren sie ihre Aussagekraft. Wenn der Sprecher meint, mit mehr Worten auch mehr zu sagen, leidet darunter das, was er sagen möchte. Das ist schade, denn feste Doppelworte haben ihren eigenen Sinn. Sie sind nicht einfach nur ein aufgeblähtes Synonym eines Bestandteils.  [Artikel lesen]

Uli am 10.09.2013 (3 Kommentare)

Theodizee ist keine Frage des Atheismus

Es gibt keinen Gott und er ist gut

Nicht nur der Spaziergänger gehobenen Alters mit dem Hund brachte diese Begründung. Sie taucht auch ständig unter Jugendlichen auf. Jedes Mal, wenn sich die Frage um Glauben oder Nichtglauben dreht, fällt sie, die Aussage:

„Es passiert auf der Welt so viel Schlechtes. Da kann es keinen Gott geben.“

Der Satz klingt...  [Weiterlesen]

Uli und sophie am 07.09.2013