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Ein Märchen

Die zwei Hände


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Fotograf: sophie
 (© Eckdose)


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Ein Mensch hatte zwei Hände. Die beiden Hände standen sich in wenig nach, was Gestalt und Wuchs anging.

Der Mensch aber hatte eine Hand lieber als die andere. Sie war seine rechte Hand. Mit ihr konnte er am besten arbeiten. Sie durfte ihm behände zur Seite stehen, wenn es darum ging, einen Brief zu schreiben, eine Reperatur vorzunehmen oder um eine Hand anzuhalten.

Die andere Hand hing dem immer hinterher. Nur für Handlangerdienste schien sie dem Menschen zu taugen. Ja, der Mensch erachtete sie wert, ihm das Gesäß zu reinigen.

Eines Tages verlor der Mensch seine rechte Hand.

Er grämte sich sehr, begab sich sieben Wochen in Trauer. Nun musste die Linke ihm recht sein. Sie sollte ihm zur Seite stehen, ihm einen Brief schreiben oder eine Reparatur vornehmen.

Bald schon gelang es ihr, die Geschicklichkeit der geübten Rechten zu erreichen, gar zu übertreffen. Was sie vorher zu zwein erledigen konnten, dafür war nun allein sie verantwortlich.

Der Mensch mit der einen Hand verfluchte aber seinen Lebtag die ihm verbliebene ob des erlittenen Verlustes.

Alternativer Schluss: Seither hatte der Mensch mit der einen Hand die ihm verbliebene so lieb wie zuvor seine beiden Hände zusammen nicht.

Ein Mensch hatte zwei Hände. Die beiden Hände standen sich in wenig nach, was Gestalt und Wuchs anging.

Der Mensch aber hatte eine Hand lieber als die andere. Sie war seine rechte Hand. Mit ihr konnte er am besten arbeiten. Sie durfte ihm behände zur Seite stehen, wenn es darum ging, einen Brief zu schreiben, eine Reperatur vorzunehmen oder um eine Hand anzuhalten.

Die andere Hand hing dem immer hinterher. Nur für Handlangerdienste schien sie dem Menschen zu taugen. Ja, der Mensch erachtete sie wert, ihm das Gesäß zu reinigen.

Eines Tages verlor der Mensch seine rechte Hand.

Er grämte sich sehr, begab sich sieben Wochen in Trauer. Nun musste die Linke ihm recht sein. Sie sollte ihm zur Seite stehen, ihm einen Brief schreiben oder eine Reparatur vornehmen.

Bald schon gelang es ihr, die Geschicklichkeit der geübten Rechten zu erreichen, gar zu übertreffen. Was sie vorher zu zwein erledigen konnten, dafür war nun allein sie verantwortlich.

Der Mensch mit der einen Hand verfluchte aber seinen Lebtag die ihm verbliebene ob des erlittenen Verlustes.

Alternativer Schluss: Seither hatte der Mensch mit der einen Hand die ihm verbliebene so lieb wie zuvor seine beiden Hände zusammen nicht.

Uli in Literatur am 17.01.2016 um 14.35 Uhr

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