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Saudi-Arabien unter der Lupe

Ein Schurkenstaat


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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Saudi-Arabien sieht sich als Schutzmacht des Islam. Weltweit finanzieren die durch Ölverkauf reich gewordenen Wüstenkönige Moscheen und islamische Einrichtungen. Exportiert werden nicht nur die reinen Gebäude, sondern auch die Ideologie. Die Gedankenwelt von Al Qaida und dem Islamischen Staat, der Salafismus, ist ein Produkt saudischer Erziehung. Die Kriege in Syrien, Libyen, Irak, auch die Politik der Taliban in Afghanistan, sind zwar durch amerikanische Fehlleistungen erst groß geworden.

Ihren Ursprung hat die menschenverachtende Form des Islam jedoch in der Herrschaft der Saud-Könige. Dass Saudi-Arabien das Aufkommen des IS mit zu verantworten hat, haben selbstkritische Politiker geäußert. Mit dem Bild des gegenüber Andersgläubigen toleranten und weisen Islam – wie etwa unter Saladin in Lessings Nathan –, das manche Historiker gerne zeichnen, hat Arabien nichts gemein. Es wird nicht nur den eigenen Bürgern keine Meinungsfreiheit gewährt und Ausländern die Religionsfreiheit verwehrt. Es werden sogar Muslime anderer Konfession – Schiiten – diskriminiert.

Ein Blick in die Ranglisten und Indizes zu Demokratie, Pressefreiheit und Menschenrechten in den Ländern weltweit zeigt, was der wichtige Verbündete der Vereinigten Staaten und Handelspartner Deutschlands eigentlich ist: Ein Schurkenstaat. Würden unsere Medien ehrlich sein, dann müssten die Herrscher der Saud-Dynastie analog zu den Herrschern der Kim-Dynastie in Nordkorea als Autokraten bezeichnet werden. Im Demokratieindex lag Saudi-Arabien drei Plätze hinter (!) dem Iran. Gegen den Iran gab es Sanktionen. der Iran rangierte im Ansehen der USA mit Nordkorea und Saddams Irak auf der „Achse des Bösen“. Osama Bin Laden kam nicht etwa aus dem Iran, sondern aus Saudi-Arabien. Dort baut der Familienkonzern seiner Brüder gerade riesige Hotels und Wolkenkratzer in Mekka.

Hinter Saudi-Arabien folgen im Demokratieindex nur noch Syrien, vier im Bürgerkrieg versunkene zentralafrikanische Staaten und Nordkorea.

Mit einem solchen Land führen demokratische Staaten diplomatische Beziehungen. Mit den Saudis Verhandlungen zu führen ist ein Gesichtsverlust für Länder, die sich angeblich für Menschenrechte einsetzen, Was deutsche Panzer dort zu suchen haben, wo kein gesellschaftlicher Pluralismus, kaum Pressefreiheit existiert, Bürgerrechte fast nicht vorhanden sind und Nachbarländer bombardiert werden, ist mehr als fraglich.

Saudi-Arabien sieht sich als Schutzmacht des Islam. Weltweit finanzieren die durch Ölverkauf reich gewordenen Wüstenkönige Moscheen und islamische Einrichtungen. Exportiert werden nicht nur die reinen Gebäude, sondern auch die Ideologie. Die Gedankenwelt von Al Qaida und dem Islamischen Staat, der Salafismus, ist ein Produkt saudischer Erziehung. Die Kriege in Syrien, Libyen, Irak, auch die Politik der Taliban in Afghanistan, sind zwar durch amerikanische Fehlleistungen erst groß geworden.

Ihren Ursprung hat die menschenverachtende Form des Islam jedoch in der Herrschaft der Saud-Könige. Dass Saudi-Arabien das Aufkommen des IS mit zu verantworten hat, haben selbstkritische Politiker geäußert. Mit dem Bild des gegenüber Andersgläubigen toleranten und weisen Islam – wie etwa unter Saladin in Lessings Nathan –, das manche Historiker gerne zeichnen, hat Arabien nichts gemein. Es wird nicht nur den eigenen Bürgern keine Meinungsfreiheit gewährt und Ausländern die Religionsfreiheit verwehrt. Es werden sogar Muslime anderer Konfession – Schiiten – diskriminiert.

Ein Blick in die Ranglisten und Indizes zu Demokratie, Pressefreiheit und Menschenrechten in den Ländern weltweit zeigt, was der wichtige Verbündete der Vereinigten Staaten und Handelspartner Deutschlands eigentlich ist: Ein Schurkenstaat. Würden unsere Medien ehrlich sein, dann müssten die Herrscher der Saud-Dynastie analog zu den Herrschern der Kim-Dynastie in Nordkorea als Autokraten bezeichnet werden. Im Demokratieindex lag Saudi-Arabien drei Plätze hinter (!) dem Iran. Gegen den Iran gab es Sanktionen. der Iran rangierte im Ansehen der USA mit Nordkorea und Saddams Irak auf der „Achse des Bösen“. Osama Bin Laden kam nicht etwa aus dem Iran, sondern aus Saudi-Arabien. Dort baut der Familienkonzern seiner Brüder gerade riesige Hotels und Wolkenkratzer in Mekka.

Hinter Saudi-Arabien folgen im Demokratieindex nur noch Syrien, vier im Bürgerkrieg versunkene zentralafrikanische Staaten und Nordkorea.

Mit einem solchen Land führen demokratische Staaten diplomatische Beziehungen. Mit den Saudis Verhandlungen zu führen ist ein Gesichtsverlust für Länder, die sich angeblich für Menschenrechte einsetzen, Was deutsche Panzer dort zu suchen haben, wo kein gesellschaftlicher Pluralismus, kaum Pressefreiheit existiert, Bürgerrechte fast nicht vorhanden sind und Nachbarländer bombardiert werden, ist mehr als fraglich.

Uli in Gesellschaft am 16.09.2015 um 13.42 Uhr

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