Der Blog des Goldseelchen-Verlags
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Ein Spaziergang über das alte Messegelände in Stuttgart

Raus aus dem Auto und auftanken


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Urheber: „Killesbergbahn1“ von Enslin. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Killesbergbahn1.jpg
 (Creative Commons)

Killesberg, Stuttgart, am Ausgang der U-Bahn-Station. In der Abendsonne schiebt eine Mutter gemütlich den Kinderwagen vor sich her. Neben ihr sitzt eine Gruppe und genießt in einer Eisdiele den Feierabend. Für die Lage am Rand eines ausgedehnten Parkgürtels in einer Großstadt ist das kein besonderes Bild. Für diese Lage in Stuttgart aber war dazu ein kompletter Wandel nötig.


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Urheber: „Killesbergbahn1“ von Enslin. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - via Wikimedia https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Killesbergbahn1.jpg
 (Creative Commons)

Killesberg, Stuttgart, am Ausgang der U-Bahn-Station. In der Abendsonne schiebt eine Mutter gemütlich den Kinderwagen vor sich her. Neben ihr sitzt eine Gruppe und genießt in einer Eisdiele den Feierabend. Für die Lage am Rand eines ausgedehnten Parkgürtels in einer Großstadt ist das kein besonderes Bild. Für diese Lage in Stuttgart aber war dazu ein kompletter Wandel nötig.

Vor acht Jahren sah man an dieser Stelle noch geschäftiges Treiben. Besucher der Messe Stuttgart eilten im Takt ihres Terminkalenders zu Meetings oder den direkten Zügen zum Hauptbahnhof. Zu den Hauptmessezeiten stauten sich Taxen und Geschäftswagen durch die Straßen – nicht nur den Killesberg hinauf. Seit die neue Messe außerhalb der Stadt eröffnet ist, haben die Messebesucher und die Bewohner der Stadt nur Vorteile. Wer nun Ausstellungen besucht, kann mit dem Flugzeug oder der S-Bahn umsteigefrei anreisen. Aus vier Richtungen führen mehrspurige Straßen direkt zum Messe-Parkhaus über der Autobahn.

Auf dem alten Gelände wurde auf nachhaltige Entwicklung gesetzt. An die einstige Funktion erinnert nur noch die große Fläche des neuen Viertels in der Stadt und die sehr gute Verkehrsanbindung via U-Bahn. Geschickt wurden die parkenden Autos in den Untergrund verbannt. Großzügig bemessene Stellplätze und Durchfahrten machen die Tiefgarage unter dem Platz attraktiv. Wer Parkhäuser sonst wegen dunkler Betontunnel und enger Parknischen meidet, braucht hier nichts befürchten. Die Beleuchtung verbreitet eine angenehme Tageslicht-Stimmung, Frauenparkplätze liegen direkt neben der Einfahrt, Aufzüge führen ins Einkaufszentrum und auf den zentralen Platz.

Das Nahversorgungs-Zentrum neben der Stadtbahnstation ist nicht nur für die neuen Killesberger geschickt gelegen. Ein Ehepaar, das in der Einfamilienhaussiedlung neben dem Gelände wohnt, trauert zwar der Messe ein bisschen nach. Doch dafür können sie endlich wieder ihre Einkäufe zu Fuß erledigen. „Zuletzt konnten wir das vor 15 Jahren. Dann hat der Edeka geschlossen.“

Wer mit dem Lift vom Parkhaus nach oben fährt, betritt ein großzügiges Gelände mit viel Grün. Trotz hoher Häuser kommt hier auch die Abendsonne voll durch. Wohnungen unterschiedlicher Größe wurden hier gebaut, sie liegen in locker gebauten weißen Blocks. Im Stil zitieren sie die nahe Weisenhof-Siedlung aus der Bauhauszeit. Auch der Blick aus den Fenstern führt durch weite Sichtachsen. Der Tulpengarten liegt direkt neben dem neuen Zentrum. Viele Menschen spazieren durch die grüne Oase, einige laufen den Heimweg von ihrer Arbeitsstelle in der Innenstadt durch die Parkachse.

„Blitzschwoab“, eine Diesellok der kleinen Killesbergbahn, zieht tapfer ihre Waggons mit zwei Familien durch die Grünanlage. Am lauschigen Brunnenplatz unterhalb der Station planschen zwei Buben in Gummistiefeln. Oma und Opa sitzen daneben auf der Bank und freuen sich an ihren Enkeln.

Ein freches Krächz-Geräusch klingt von hinten durch die Kinderstimmen. Eine Krähe hat sich auf einer anderer Bank niedergelassen. Stolz hält sie ein Brotstück im Schnabel. Ein Tierfreund hat hier ein Vesper für die Vögel gerichtet. In einer Brotdose liegt das Menü aus Gurken, Brotstückchen und Erdbeeren.

Seit die Messe umgezogen ist, ist nicht nur die Besucherzahl im Park größer geworden. Auch die Fläche hat gewonnen. Vierzehn Fußballfelder ist die „Grüne Fuge“ groß, die das Zentrum mit den lockeren Blocks von Einfamilienhäusern trennt. Viele Wege knüpfen zwischen Wiesen Rundgänge unterschiedlicher Länge. Hier geht auch der kleine Ausflug aufs alte Messegelände zu Ende, die Runde schließt auf dem Platz über dem Parkhaus. Die Gruppe aus der Eisdiele ist mittlerweile weiter gezogen. Die Krähe mit dem Brotstück fliegt vorbei.

Vor acht Jahren sah man an dieser Stelle noch geschäftiges Treiben. Besucher der Messe Stuttgart eilten im Takt ihres Terminkalenders zu Meetings oder den direkten Zügen zum Hauptbahnhof. Zu den Hauptmessezeiten stauten sich Taxen und Geschäftswagen durch die Straßen – nicht nur den Killesberg hinauf. Seit die neue Messe außerhalb der Stadt eröffnet ist, haben die Messebesucher und die Bewohner der Stadt nur Vorteile. Wer nun Ausstellungen besucht, kann mit dem Flugzeug oder der S-Bahn umsteigefrei anreisen. Aus vier Richtungen führen mehrspurige Straßen direkt zum Messe-Parkhaus über der Autobahn.

Auf dem alten Gelände wurde auf nachhaltige Entwicklung gesetzt. An die einstige Funktion erinnert nur noch die große Fläche des neuen Viertels in der Stadt und die sehr gute Verkehrsanbindung via U-Bahn. Geschickt wurden die parkenden Autos in den Untergrund verbannt. Großzügig bemessene Stellplätze und Durchfahrten machen die Tiefgarage unter dem Platz attraktiv. Wer Parkhäuser sonst wegen dunkler Betontunnel und enger Parknischen meidet, braucht hier nichts befürchten. Die Beleuchtung verbreitet eine angenehme Tageslicht-Stimmung, Frauenparkplätze liegen direkt neben der Einfahrt, Aufzüge führen ins Einkaufszentrum und auf den zentralen Platz.

Das Nahversorgungs-Zentrum neben der Stadtbahnstation ist nicht nur für die neuen Killesberger geschickt gelegen. Ein Ehepaar, das in der Einfamilienhaussiedlung neben dem Gelände wohnt, trauert zwar der Messe ein bisschen nach. Doch dafür können sie endlich wieder ihre Einkäufe zu Fuß erledigen. „Zuletzt konnten wir das vor 15 Jahren. Dann hat der Edeka geschlossen.“

Wer mit dem Lift vom Parkhaus nach oben fährt, betritt ein großzügiges Gelände mit viel Grün. Trotz hoher Häuser kommt hier auch die Abendsonne voll durch. Wohnungen unterschiedlicher Größe wurden hier gebaut, sie liegen in locker gebauten weißen Blocks. Im Stil zitieren sie die nahe Weisenhof-Siedlung aus der Bauhauszeit. Auch der Blick aus den Fenstern führt durch weite Sichtachsen. Der Tulpengarten liegt direkt neben dem neuen Zentrum. Viele Menschen spazieren durch die grüne Oase, einige laufen den Heimweg von ihrer Arbeitsstelle in der Innenstadt durch die Parkachse.

„Blitzschwoab“, eine Diesellok der kleinen Killesbergbahn, zieht tapfer ihre Waggons mit zwei Familien durch die Grünanlage. Am lauschigen Brunnenplatz unterhalb der Station planschen zwei Buben in Gummistiefeln. Oma und Opa sitzen daneben auf der Bank und freuen sich an ihren Enkeln.

Ein freches Krächz-Geräusch klingt von hinten durch die Kinderstimmen. Eine Krähe hat sich auf einer anderer Bank niedergelassen. Stolz hält sie ein Brotstück im Schnabel. Ein Tierfreund hat hier ein Vesper für die Vögel gerichtet. In einer Brotdose liegt das Menü aus Gurken, Brotstückchen und Erdbeeren.

Seit die Messe umgezogen ist, ist nicht nur die Besucherzahl im Park größer geworden. Auch die Fläche hat gewonnen. Vierzehn Fußballfelder ist die „Grüne Fuge“ groß, die das Zentrum mit den lockeren Blocks von Einfamilienhäusern trennt. Viele Wege knüpfen zwischen Wiesen Rundgänge unterschiedlicher Länge. Hier geht auch der kleine Ausflug aufs alte Messegelände zu Ende, die Runde schließt auf dem Platz über dem Parkhaus. Die Gruppe aus der Eisdiele ist mittlerweile weiter gezogen. Die Krähe mit dem Brotstück fliegt vorbei.

Uli in Gesellschaft am 07.05.2015 um 20.19 Uhr

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