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Protokolle der Anklage

Wo warst du?


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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„Wo warst du?“, werden sie dich fragen. „Wo warst du mit deiner höheren Moral? Wo blieb deine wertvollere Ethik? Was hast du dazu getan? Was wusstest du entgegen zu stellen?“

Du wirst schweigen müssen, denn deine Rechtfertigung wird niemand hören wollen. Dein Stammeln wird verstummen, denn deine Worte werden wie Hohn klingen. Kein Mensch wird dir glauben wollen, kein Mensch deiner Stimme lauschen. Für deine Taten werden sie dich beurteilen und es werden nicht deine Worte sein, an denen sie gemessen werden. Deine Worte werden mit den Taten beurteilt werden.

Du wirst dastehen, allein. Sie werden dich stehen lassen. Vor ihnen zeigst du auf andere mit dem Finger. Vor ihnen machst du andere ob ihrer Taten schlecht. Ihnen erzählst du vom höheren Wert deiner Gedanken. Jene werden sich von dir abgewendet haben, ohne dir je zugeneigt gewesen zu sein.

Du wirst reden wollen, auch wenn dir niemand zuhört. Deine Worte werden wie Hohn klingen und deine Worte werden hohl sein. Du wirst dich überlegen fühlen – auf andere mit dem Finger verweisen, ihre Taten schlecht machen und vom höheren Wert deiner Gedanken erzählen.

„Wo warst du?“, wirst du mit ihnen fragen.

„Wo warst du?“, werden sie dich fragen. „Wo warst du mit deiner höheren Moral? Wo blieb deine wertvollere Ethik? Was hast du dazu getan? Was wusstest du entgegen zu stellen?“

Du wirst schweigen müssen, denn deine Rechtfertigung wird niemand hören wollen. Dein Stammeln wird verstummen, denn deine Worte werden wie Hohn klingen. Kein Mensch wird dir glauben wollen, kein Mensch deiner Stimme lauschen. Für deine Taten werden sie dich beurteilen und es werden nicht deine Worte sein, an denen sie gemessen werden. Deine Worte werden mit den Taten beurteilt werden.

Du wirst dastehen, allein. Sie werden dich stehen lassen. Vor ihnen zeigst du auf andere mit dem Finger. Vor ihnen machst du andere ob ihrer Taten schlecht. Ihnen erzählst du vom höheren Wert deiner Gedanken. Jene werden sich von dir abgewendet haben, ohne dir je zugeneigt gewesen zu sein.

Du wirst reden wollen, auch wenn dir niemand zuhört. Deine Worte werden wie Hohn klingen und deine Worte werden hohl sein. Du wirst dich überlegen fühlen – auf andere mit dem Finger verweisen, ihre Taten schlecht machen und vom höheren Wert deiner Gedanken erzählen.

„Wo warst du?“, wirst du mit ihnen fragen.

Uli in Philosophie am 02.02.2014 um 10.25 Uhr

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