Der Blog des Goldseelchen-Verlags
für Tagfalter und Nachtdenker

Der Blog des Goldseelchen-Verlags für Tagfalter und Nachtdenker

Der Blog des Goldseelchen-Verlags



Rüsten statt Wettrüsten

Adventsdeko


Fotograf: sophie
 (© Eckdose)


Fotograf: sophie
 (© Eckdose)

Gestern war der erste Adventssonntag. Ein Gang durch die Straßen genügte, um die neue Zeit zu erkennen. Mancherorts war das adventliche Wettrüsten an beiden Rändern der Häuserschluchten bereits weit fortgeschritten. Als hätten die Bewohner all ihre Munition herausgekramt und an der Fenster-Front aufgebaut. Nicht langsam und wachsend wurde es Advent, sondern sehr grob mit einem Schlag.

Wie wenn ein einziger kräftiger Wind alle Herbstblätter weggerissen und in weite Ferne geschleppt hätte und binnen Sekunden eine Schneedecke von dreißig Zentimetern gefallen wäre, so ist in den Häusern Advent geworden. Dabei wäre doch Zeit zum Wandel genug! Zwischen dem sehr herbstlichen und todeslastigen Ewigkeitssonntag und dem eher winterlichen und freudig-besinnlichen ersten Advent liegen sechs Tage. Stück für Stück könnte der Jahreszeitendekorateur erst das Herbstliche verräumen. Bis alles funkelt und strahlt sind dann viele weitere Tage da, die wiederum Stück für Stück die gesteigerte Freude im Schmuck ausdrücken können.

Vielleicht sind die Wettrüster gar nicht daran interessiert, diese Stimmungen zu transportieren. So sehr, wie sich die Dekoration nach außen richtet, scheint es eher um ein äußerliches Ablenken denn ein innerliches Besinnen zu gehen. „Schau her, Frau Nachbarin,“ ist die Botschaft, „ich bin dieses Jahr früher dran. Und meine Lichterketten an den Fenstern sind mit farbigen LEDs und zeitgesteuert.“

Bewusst leuchten am ersten Advent nicht alle vier Kerzen. Noch lange sind auch nicht alle vierundzwanzig Türchen des Adventskalenders geöffnet. Weihnachten kommt nicht auf einem Schlag. Das jüdische Lichterfest ist auch nicht ein plötzliches schaufensterhaftes Aufleuchten. Und die Sonnwende ist nicht am ersten Adventssonntag, nicht am ersten Dezember und auch noch nicht an Nikolaus, sondern lässt sich Zeit bis zum 21. Dezember.

Es wird dunkler, noch dunkler. Nach und nach brauchen die Menschen zu immer früheren Uhrzeiten ihr künstliches Licht. Mit der äußeren Dunkelheit und dem schwachen Kerzenschein wird das Verlangen nach wahrem Licht stärker. „Harrt aus, ihr Menschen,“ ist die Botschaft, „nicht mehr lange, und das Licht selbst kommt zu euch!“

Gestern war der erste Adventssonntag. Ein Gang durch die Straßen genügte, um die neue Zeit zu erkennen. Mancherorts war das adventliche Wettrüsten an beiden Rändern der Häuserschluchten bereits weit fortgeschritten. Als hätten die Bewohner all ihre Munition herausgekramt und an der Fenster-Front aufgebaut. Nicht langsam und wachsend wurde es Advent, sondern sehr grob mit einem Schlag.

Wie wenn ein einziger kräftiger Wind alle Herbstblätter weggerissen und in weite Ferne geschleppt hätte und binnen Sekunden eine Schneedecke von dreißig Zentimetern gefallen wäre, so ist in den Häusern Advent geworden. Dabei wäre doch Zeit zum Wandel genug! Zwischen dem sehr herbstlichen und todeslastigen Ewigkeitssonntag und dem eher winterlichen und freudig-besinnlichen ersten Advent liegen sechs Tage. Stück für Stück könnte der Jahreszeitendekorateur erst das Herbstliche verräumen. Bis alles funkelt und strahlt sind dann viele weitere Tage da, die wiederum Stück für Stück die gesteigerte Freude im Schmuck ausdrücken können.

Vielleicht sind die Wettrüster gar nicht daran interessiert, diese Stimmungen zu transportieren. So sehr, wie sich die Dekoration nach außen richtet, scheint es eher um ein äußerliches Ablenken denn ein innerliches Besinnen zu gehen. „Schau her, Frau Nachbarin,“ ist die Botschaft, „ich bin dieses Jahr früher dran. Und meine Lichterketten an den Fenstern sind mit farbigen LEDs und zeitgesteuert.“

Bewusst leuchten am ersten Advent nicht alle vier Kerzen. Noch lange sind auch nicht alle vierundzwanzig Türchen des Adventskalenders geöffnet. Weihnachten kommt nicht auf einem Schlag. Das jüdische Lichterfest ist auch nicht ein plötzliches schaufensterhaftes Aufleuchten. Und die Sonnwende ist nicht am ersten Adventssonntag, nicht am ersten Dezember und auch noch nicht an Nikolaus, sondern lässt sich Zeit bis zum 21. Dezember.

Es wird dunkler, noch dunkler. Nach und nach brauchen die Menschen zu immer früheren Uhrzeiten ihr künstliches Licht. Mit der äußeren Dunkelheit und dem schwachen Kerzenschein wird das Verlangen nach wahrem Licht stärker. „Harrt aus, ihr Menschen,“ ist die Botschaft, „nicht mehr lange, und das Licht selbst kommt zu euch!“

Uli in Lebenskunde am 02.12.2013 um 10.03 Uhr

 Drucken | 

Auch ansehen: