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Eine Geschichte für ehemalige Viertklässler

Nächsten Monat


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Fotograf: Uli
 (© Eckdose)


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Nächsten Monat ist es soweit. Julian zählt die Tage. Das macht er schon lang. Jetzt sind es noch 23. Dann ist der 14. September. Dann kommt Julian in die fünfte Klasse. Aufgeregt ist er. Furchtbar aufgeregt. Ganz feuchte Hände bekommt er. Wenn er daran denkt.

Schon ein paar Mal ist er am Pausenhof vom Gymnasium vorbeigelaufen. Natürlich hat er sich da beeilt. Damit es keiner merkt. Dass er ganz zittrige Knie hat.

Nächsten Monat. Julian schluckt. Ganz mulmig wird ihm da. Die neue Schule ist so riesig! Und die anderen sind alle so groß! – Bislang war er immer bei den Großen. Da war er in der Vierten. Da war er ganz schön stolz. Und mutig. Aber jetzt? Jetzt ist er gar nicht mutig. Jetzt denkt er an seine zittri­gen Knie, die feuchten Hände und die große neue Schule.

Irgendwie würde er lieber wieder in die Grundschule gehen. Da hatten sie ein schönes Klassenzim­mer und sie durften immer viel basteln. Im Gymnasium bastelt man nämlich gar nicht mehr so viel. Haben sie ihm gesagt. Und dabei hat er immer gern gebastelt. Wieder schluckt Julian. Er schaut zu Boden.

Bei Frau Winterle haben sie auch immer viel gemalt. Frau Winterle ist die Relilehrerin. Da war er immer gern. In Reli. Julian erinnert sich. Einmal hat Frau Winterle von Petrus erzählt. Einmal war der nämlich ins Wasser gesunken. Das durften sie malen. Wie Petrus den Jesus auf dem Wasser sieht. Und wie der Petrus sinkt, weil er Angst hat.

„So wie ich jetzt“, denkt Julian. Da schaut er hoch. Lächelt er? Ich glaube schon. Ich glaube, ihm ist gerade was eingefallen. Und ich finde, jetzt schaut er irgendwie viel mutiger aus.

Nächsten Monat ist es soweit. Julian zählt die Tage. Das macht er schon lang. Jetzt sind es noch 23. Dann ist der 14. September. Dann kommt Julian in die fünfte Klasse. Aufgeregt ist er. Furchtbar aufgeregt. Ganz feuchte Hände bekommt er. Wenn er daran denkt.

Schon ein paar Mal ist er am Pausenhof vom Gymnasium vorbeigelaufen. Natürlich hat er sich da beeilt. Damit es keiner merkt. Dass er ganz zittrige Knie hat.

Nächsten Monat. Julian schluckt. Ganz mulmig wird ihm da. Die neue Schule ist so riesig! Und die anderen sind alle so groß! – Bislang war er immer bei den Großen. Da war er in der Vierten. Da war er ganz schön stolz. Und mutig. Aber jetzt? Jetzt ist er gar nicht mutig. Jetzt denkt er an seine zittri­gen Knie, die feuchten Hände und die große neue Schule.

Irgendwie würde er lieber wieder in die Grundschule gehen. Da hatten sie ein schönes Klassenzim­mer und sie durften immer viel basteln. Im Gymnasium bastelt man nämlich gar nicht mehr so viel. Haben sie ihm gesagt. Und dabei hat er immer gern gebastelt. Wieder schluckt Julian. Er schaut zu Boden.

Bei Frau Winterle haben sie auch immer viel gemalt. Frau Winterle ist die Relilehrerin. Da war er immer gern. In Reli. Julian erinnert sich. Einmal hat Frau Winterle von Petrus erzählt. Einmal war der nämlich ins Wasser gesunken. Das durften sie malen. Wie Petrus den Jesus auf dem Wasser sieht. Und wie der Petrus sinkt, weil er Angst hat.

„So wie ich jetzt“, denkt Julian. Da schaut er hoch. Lächelt er? Ich glaube schon. Ich glaube, ihm ist gerade was eingefallen. Und ich finde, jetzt schaut er irgendwie viel mutiger aus.

sophie in Literatur am 11.05.2013 um 18.41 Uhr

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