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Gebet und Gebetserhörung im Film „Company Men“

Menschsein am Tief- und Wendepunkt


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Urheber: William Adolphe Bouguereau (1825–1905)
 (Creative Commons)


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Urheber: William Adolphe Bouguereau (1825–1905)
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Mit offenem Mund sitzt der Zuschauer in Avatar – Aufbruch nach Pandora. Er staunt angesichts der tiefen Spiritualität der Na’vi. Lachend krümmt er sich im Kinosessel über den humorvollen Gott in Bruce Allmächtig. – Beim Thema Religion wagen sich Filmschaffende höchstens an Fantasiemotive oder Komödien heran.

Im Leben geschieht Vieles, was belanglos, zufällig und gleichgültig erscheint. Dem Film fehlen hierfür die Zeit und die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Umso erstaunlicher wirkt es, dass im Spielfilm Company Men gebetet wird. Es ist kein Gebet in einer Notzeit. Ein einfaches Tischgebet wird gesprochen. Vor dem gemeinsamen Essen. Scheinbar belanglos.

Ben Affleck spielt im Film den erfolgreichen Manager Bobby, dem aus heiterem Himmel gekündigt wird. Eine Villa, ein Porsche und die Golfmitgliedschaft sind nicht nur Klischee. Bobby ist so sehr von sich überzeugt, dass er seine hohen Ansprüche an Gehalt und Lebenshaltung noch über Monate beibehält. Ausstehende Kredite und endende Gehaltszahlungen ignoriert er. Das unermüdliche Reden seiner Frau ebenfalls. Sämtliche Einstellungsgespräche scheitern an Bobbys Selbstsicherheit.

Weil sein Arbeitgeber wegen Massenentlassungen Schlagzeilen macht, fragt der ungeliebte Handwerker-Schwager Jack Dolan (Kevin Costner), wie bei Manager Bobby die Arbeit laufe. Der reagiert mit einer Lüge. Doch wird diese kurz darauf im Tischgebet aufgedeckt. Seine Tochter spricht ein freies Gebet. Sie bittet, dass ihr Vater doch bald wieder eine Anstellung finden soll. Er soll wieder glücklich sein.

Damit nimmt der Film kaum bemerkt seine Wendung.

Vordergründig geht für Bobby und seine Familie alles weiterhin bergab. Villa und Porsche werden gegen zwei Zimmer im Haus der Eltern getauscht. Doch nachdem Jack nun die Wahrheit weiß, bietet er Bobby an, bei seiner Baufirma mitzuarbeiten. Das wäre zwar nur gegen wenig Bezahlung, doch immerhin eine Beschäftigung.

Nach einiger Zeit lässt sich Bobby, nun bewusst über seine Lage und seine falsche Selbstsicherheit, auf das Angebot ein. Er verdient ein bisschen Geld und gewinnt Achtung vor seinem Schwager. Ihm wird klar, dass er auf Hilfe anderer angewiesen ist. Er kann sich eingestehen, dass er ein gescheiterter Mensch unter vielen ist. Während sich ein entlassener Kollege das Leben nimmt, nimmt Bobby das neue Leben mit Dankbarkeit an.

Die Erlösung zeigt sich am Ende des Films. Bobby wird von einem Freund, der sein Schicksal teilt, in den Vorstand einer neu gegründeten Firma berufen. Am Wochenende hilft er seinem Schwager auf der Baustelle. Unbezahlt.

Ohne das Gebet hätte die Hauptfigur nicht ihre Läuterung durchlaufen. Allein schon die äußere Funktion, dass im Gebet eine Lüge aufgedeckt wird, treibt die Handlung voran. Kaum merklich erzählt der Film die Geschichte einer Gebetserfüllung. Die Botschaft ist ein leiser Aufruf zum Beten, zu Ehrlichkeit vor sich selbst und vor Gott.

Mit offenem Mund sitzt der Zuschauer in Avatar – Aufbruch nach Pandora. Er staunt angesichts der tiefen Spiritualität der Na’vi. Lachend krümmt er sich im Kinosessel über den humorvollen Gott in Bruce Allmächtig. – Beim Thema Religion wagen sich Filmschaffende höchstens an Fantasiemotive oder Komödien heran.

Im Leben geschieht Vieles, was belanglos, zufällig und gleichgültig erscheint. Dem Film fehlen hierfür die Zeit und die Aufmerksamkeit des Zuschauers.

Umso erstaunlicher wirkt es, dass im Spielfilm Company Men gebetet wird. Es ist kein Gebet in einer Notzeit. Ein einfaches Tischgebet wird gesprochen. Vor dem gemeinsamen Essen. Scheinbar belanglos.

Ben Affleck spielt im Film den erfolgreichen Manager Bobby, dem aus heiterem Himmel gekündigt wird. Eine Villa, ein Porsche und die Golfmitgliedschaft sind nicht nur Klischee. Bobby ist so sehr von sich überzeugt, dass er seine hohen Ansprüche an Gehalt und Lebenshaltung noch über Monate beibehält. Ausstehende Kredite und endende Gehaltszahlungen ignoriert er. Das unermüdliche Reden seiner Frau ebenfalls. Sämtliche Einstellungsgespräche scheitern an Bobbys Selbstsicherheit.

Weil sein Arbeitgeber wegen Massenentlassungen Schlagzeilen macht, fragt der ungeliebte Handwerker-Schwager Jack Dolan (Kevin Costner), wie bei Manager Bobby die Arbeit laufe. Der reagiert mit einer Lüge. Doch wird diese kurz darauf im Tischgebet aufgedeckt. Seine Tochter spricht ein freies Gebet. Sie bittet, dass ihr Vater doch bald wieder eine Anstellung finden soll. Er soll wieder glücklich sein.

Damit nimmt der Film kaum bemerkt seine Wendung.

Vordergründig geht für Bobby und seine Familie alles weiterhin bergab. Villa und Porsche werden gegen zwei Zimmer im Haus der Eltern getauscht. Doch nachdem Jack nun die Wahrheit weiß, bietet er Bobby an, bei seiner Baufirma mitzuarbeiten. Das wäre zwar nur gegen wenig Bezahlung, doch immerhin eine Beschäftigung.

Nach einiger Zeit lässt sich Bobby, nun bewusst über seine Lage und seine falsche Selbstsicherheit, auf das Angebot ein. Er verdient ein bisschen Geld und gewinnt Achtung vor seinem Schwager. Ihm wird klar, dass er auf Hilfe anderer angewiesen ist. Er kann sich eingestehen, dass er ein gescheiterter Mensch unter vielen ist. Während sich ein entlassener Kollege das Leben nimmt, nimmt Bobby das neue Leben mit Dankbarkeit an.

Die Erlösung zeigt sich am Ende des Films. Bobby wird von einem Freund, der sein Schicksal teilt, in den Vorstand einer neu gegründeten Firma berufen. Am Wochenende hilft er seinem Schwager auf der Baustelle. Unbezahlt.

Ohne das Gebet hätte die Hauptfigur nicht ihre Läuterung durchlaufen. Allein schon die äußere Funktion, dass im Gebet eine Lüge aufgedeckt wird, treibt die Handlung voran. Kaum merklich erzählt der Film die Geschichte einer Gebetserfüllung. Die Botschaft ist ein leiser Aufruf zum Beten, zu Ehrlichkeit vor sich selbst und vor Gott.

Uli in Medien am 28.08.2012 um 20.38 Uhr

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